Rosa ist eine Boden-Sache
Rosa Blüten entstehen bei vielen Hortensien auf neutralem bis leicht kalkhaltigem Boden. Wird die Erde saurer, wandert die Farbe bei farbwechselnden Sorten ins Blaue; das liegt am Aluminium, das saure Böden freigeben. Wer Rosa behalten möchte, vermeidet sauren Dünger und Torf. In Burgenland und Weinviertel mit eher kalkreichen Böden gelingt das leichter als auf sauren Urgesteinsböden.
Rosa im Sommergarten
Rosa Hortensien harmonieren mit Fuchsien, Funkien und silbrigem Laub. Sie blühen von Hochsommer bis in den Herbst und sind damit lange attraktiv. Im Herbst färben sich die Blüten oft mit grünen oder rötlichen Tönen und eignen sich dann zum Trocknen.
Rosa Hortensien sind auch als Topfpflanzen beliebt, etwa als Geschenk zum Muttertag. Im Topf brauchen sie täglich Wasser, helles Licht ohne Mittagssonne und Dünger in der Wachstumszeit. Nach dem Verblühen kann die Pflanze in den Garten umziehen, sofern der Platz frostgeschützt ist. In rauen Lagen bleibt sie besser im Gefäß und wird kühl, aber frostfrei überwintert.
Der Schnitt erfolgt im Frühjahr vorsichtig oberhalb kräftiger Knospen.
Die Spätfrost-Falle
Der größte Feind in Österreich ist nicht der Boden, sondern der Frost: Bauernhortensien blühen am alten Holz. Erfrieren die Knospen im Frühjahr, bleibt die Blüte aus. Vlies, Laubabdeckung und das Stehenlassen der alten Köpfe bis zum Frühjahr helfen.
Gut zu wissen
Die ASPCA führt Hortensien als giftig für Hunde, Katzen und Pferde (cyanogenes Glykosid, typischerweise Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit). Rosa Hortensien als Tischschmuck sollten daher außer Reichweite von Haustieren stehen.