Blumen versenden in Österreich: so kommt der Strauß pünktlich an
Ob nach Graz, Innsbruck oder in ein Dorf im Mühlviertel: Ein Strauß ist schnell bestellt. Ob er am richtigen Tag ankommt, hängt aber von drei Dingen ab, die man leicht unterschätzt: dem Bestellschluss, dem Kalender mit seinen Feiertagen und einer vollständigen Adresse. Hier steht alles, was Sie dazu wissen sollten.
So läuft eine Blumenzustellung ab
Bei einer Online-Bestellung bindet in der Regel ein Floristbetrieb in der Nähe der Empfängerin oder des Empfängers den Strauß frisch und bringt ihn persönlich vorbei. Die Blumen reisen also nicht tagelang im Paket durchs Land. Für Sie heißt das:
- 1. Strauß aussuchen - nach Anlass, Farbe und Budget. Weil von Hand gebunden wird, gleicht kein Strauß exakt dem anderen. Das Foto zeigt Stil und Farben.
- 2. Liefertag wählen - der Kalender zeigt nur Tage, an denen für die eingegebene Postleitzahl tatsächlich zugestellt wird.
- 3. Adresse vollständig angeben - mit Stiege und Tür, bei Firmen mit Abteilung, bei Heimen mit Station und Zimmer.
- 4. Kartentext schreiben - ein, zwei persönliche Sätze und Ihr Name, sofern der Strauß nicht anonym sein soll.
- 5. Bezahlen - die angebotenen Zahlungsarten und den Gesamtpreis inklusive Zustellung sehen Sie, bevor Sie bestätigen.
Eine bestimmte Uhrzeit lässt sich meist nicht festlegen. Planen Sie deshalb mit dem ganzen Tag, besonders wenn die Blumen zu einer Feier am Abend da sein sollen.
Strauß aussuchen und den passenden Liefertag direkt im Kalender wählen.
Zu den SträußenBestellschluss: wann es heute noch klappt
Für eine Zustellung am selben Tag gelten meist diese Zeiten:
- Montag bis Freitag: Bestellung bis etwa 14 Uhr.
- Samstag: Bestellung bis etwa 12 Uhr.
- Sonntag und gesetzliche Feiertage: in der Regel keine Zustellung am selben Tag.
In Städten wie Wien, Graz, Linz, Salzburg oder Innsbruck funktioniert die Zustellung am selben Tag meist zuverlässig. In abgelegenen Tälern und kleinen Gemeinden kann es einen Tag länger dauern. Maßgeblich ist immer, was der Kalender bei der Bestellung für die Postleitzahl anzeigt.
Wochenende, Sonntag und Feiertage
In Österreich haben Geschäfte am Sonntag grundsätzlich geschlossen, auch die meisten Blumengeschäfte. Eine Zustellung am Sonntag gibt es daher nur ausnahmsweise. Soll ein Strauß zu einem Sonntag passen, etwa zum Muttertag oder Valentinstag, ist der Samstag davor die sichere Wahl. Frische Schnittblumen halten bis zum nächsten Tag problemlos.
Die gesetzlichen Feiertage bis Ende 2027
An gesetzlichen Feiertagen wird in der Regel nicht zugestellt. Diese Termine lohnt es sich vorzumerken:
- 2026: Nationalfeiertag Mo 26. Oktober, Allerheiligen So 1. November, Mariä Empfängnis Di 8. Dezember, Christtag Fr 25. Dezember, Stefanitag Sa 26. Dezember
- 2027, erstes Halbjahr: Neujahr Fr 1. Jänner, Heilige Drei Könige Mi 6. Jänner, Ostermontag 29. März, Staatsfeiertag Sa 1. Mai, Christi Himmelfahrt Do 6. Mai, Pfingstmontag 17. Mai, Fronleichnam Do 27. Mai
- 2027, zweites Halbjahr: Mariä Himmelfahrt So 15. August, Nationalfeiertag Di 26. Oktober, Allerheiligen Mo 1. November, Mariä Empfängnis Mi 8. Dezember, Christtag Sa 25. Dezember, Stefanitag So 26. Dezember
Karfreitag, Heiliger Abend und Silvester
Der Karfreitag ist seit 2019 für niemanden mehr ein gesetzlicher Feiertag, stattdessen gibt es den persönlichen Feiertag. Für Zustellungen ist er ein normaler Werktag. Heiliger Abend und Silvester sind keine Feiertage, viele Geschäfte schließen aber schon zu Mittag. Bestellen Sie für diese Tage früh und rechnen Sie mit einer Zustellung am Vormittag oder schon am Vortag.
Landesfeiertage: kein Ruhetag für alle
Jedes Bundesland ehrt seinen Landespatron mit einem eigenen Tag. Das sind keine gesetzlichen Feiertage: Geschäfte haben offen und Privatadressen werden normal beliefert. Schulen haben aber frei, und manche Ämter und Landesdienststellen sind geschlossen.
- 19. März, hl. Josef: Kärnten, Steiermark, Tirol, Vorarlberg
- 4. Mai, hl. Florian: Oberösterreich
- 24. September, hl. Rupert: Salzburg
- 11. November, hl. Martin: Burgenland
- 15. November, hl. Leopold: Wien und Niederösterreich
Soll der Strauß an eine Lehrerin in die Schule oder an jemanden in einem Amt gehen, meiden Sie diese Tage, sonst steht niemand am Empfang.
Blumen in ganz Österreich zustellen lassen, an Werktagen oft noch am selben Tag.
Auswahl und PreiseDie Stoßzeiten im Blumenjahr
An einigen Tagen bestellt gefühlt ganz Österreich gleichzeitig. Dann werden beliebte Sträuße knapp, und wer früh bestellt, hat die größere Auswahl:
- Valentinstag, 14. Februar: fällt 2027 auf einen Sonntag. Lassen Sie am Freitag oder Samstag davor liefern.
- Muttertag, zweiter Sonntag im Mai: 2027 am 9. Mai, mit Christi Himmelfahrt drei Tage vorher. Details im Muttertags-Ratgeber.
- Vatertag, zweiter Sonntag im Juni: 2027 am 13. Juni, siehe Blumen zum Vatertag.
- Allerheiligen, 1. November: Gestecke und Schalen fürs Grab werden in den Tagen davor gebraucht. Mehr im Ratgeber Blumen zu Allerheiligen.
- Weihnachten: Christtag und Stefanitag sind Feiertage, Heiliger Abend ein kurzer Tag. Die Woche davor ist die bessere Wahl.
Die Adresse: Kleinigkeiten, die entscheiden
Die meisten Zustellprobleme haben nichts mit den Blumen zu tun, sondern mit einer unvollständigen Adresse. Darauf sollten Sie achten:
- Wohnhausanlage oder Gemeindebau: Stiege und Tür angeben. Ohne sie steht der Bote vor einer Gegensprechanlage mit sehr vielen Namen.
- Firma: Firmenname, Abteilung und Stockwerk, dazu die Bürozeiten. Am Freitagnachmittag ist in vielen Büros niemand mehr da.
- Krankenhaus: Station und Zimmer. Manche Abteilungen nehmen keine Blumen an, fragen Sie im Zweifel vorher nach. Mehr dazu unter Blumen ins Krankenhaus.
- Pflege- und Seniorenheim: Wohnbereich oder Station und Zimmernummer.
- Begräbnis: Ort der Verabschiedung, Datum und Uhrzeit sowie Name der verstorbenen Person. Alles Weitere im Ratgeber Blumen zum Begräbnis.
- Telefonnummer der Empfängerin oder des Empfängers: hilft, wenn niemand öffnet oder die Klingel nicht beschriftet ist.
Welcher Strauß zu welchem Anlass?
Eine kurze Orientierung, ausführlicher in den jeweiligen Ratgebern:
- Geburtstag: bunt und fröhlich, gern mit der Lieblingsfarbe.
- Liebe: rote Rosen sind eindeutig, rosa Rosen etwas zurückhaltender.
- Kondolenz: weiße und helle Blumen, schlicht gebunden.
- Genesung: kleine, helle Sträuße ohne starken Duft, die auf ein Nachtkastl passen.
- Kollegen: neutral und unkompliziert, etwa Sonnenblumen oder Gerbera.
Lebt beim Empfänger eine Katze, verzichten Sie auf Lilien. Warum, erklärt der Ratgeber zu giftigen Blumen für Haustiere. Was einzelne Blumen bedeuten, steht in der Blumensprache.
Damit der Strauß lange Freude macht
Wer Blumen verschenkt, kann mit dem Kartentext gleich einen kleinen Pflegehinweis mitgeben: Stiele schräg anschneiden, eine saubere Vase mit frischem Wasser, kein Platz neben der Heizung oder in der prallen Sonne. Welche Sorten von sich aus besonders lange halten, zeigt unser Vergleich der Schnittblumen, die am längsten halten. Mehr Tipps finden Sie in den Pflegetipps.
Was kostet der Blumenversand?
Ein kleiner Strauß beginnt meist bei rund 25 bis 35 Euro, große Arrangements kosten 80 Euro und mehr. Dazu kommt eine Zustellgebühr. Vergleichen Sie deshalb immer den Gesamtpreis, den Sie vor dem Bezahlen sehen, nicht nur den Preis des Straußes.
Anonym oder ins Ausland?
Ein Strauß ohne Absender ist möglich: Lassen Sie den Namen auf der Karte einfach weg. Bedenken Sie aber, dass anonyme Blumen manche Menschen eher verunsichern als freuen. Ein Hinweis wie „Von jemandem, der an dich denkt“ wirkt freundlicher als eine leere Karte.
Auch ins Ausland lassen sich Blumen schicken. Prüfen Sie dann die Feiertage im Zielland: In Deutschland etwa ist Vatertag zu Christi Himmelfahrt und nicht wie bei uns im Juni, und die Feiertage unterscheiden sich dort von Bundesland zu Bundesland.