Eine Gattung mit langer Gartengeschichte
Die Gattung Paeonia bildet für sich allein die Familie der Pfingstrosengewächse und umfasst rund 32 Arten. Ihr Schwerpunkt liegt in den subtropischen Bergregionen Südeuropas, Kleinasiens, des Kaukasus und Ostasiens. Dass die Blüte zeitlich zu Pfingsten passt, gab der Pflanze ihren deutschen Namen. In Gärten begegnet man vor allem krautigen Stauden, die im Herbst oberirdisch absterben, sowie Strauchformen, die verholzen und etwa zweieinhalb Meter erreichen.
Die Blüten stehen einzeln am Triebende, duften oft und tragen zahlreiche Staubblätter. Meist sind die Kronblätter rosa oder rot getönt, es gibt aber auch weiße und gelbe Sorten.
Standort und Pflanzung
Gepflanzt wird am besten im Herbst, weil dann die Auswahl am größten ist. Staudenpfingstrosen setzt man nur etwa drei bis vier Zentimeter tief, damit die Knospen am Wurzelstock knapp unter der Erde liegen; veredelte Strauchformen kommen deutlich tiefer. Zwischen den Pflanzen sollten 80 bis 100 Zentimeter Platz bleiben.
In rauen Lagen Österreichs mit Spätfrost rund um die Eisheiligen schützt ein Vlies die frühen Triebe.
Organischer Dünger ist verträglicher als mineralischer, der Blätter vergilben lassen kann.
In der Vase
Für Schnittblumen eignen sich Stiele mit festen, schon gefärbten Knospen. Wer die Blüten kurz vor dem Öffnen schneidet, hat länger Freude daran.
Hinweis für Haustierhalter
Laut ASPCA sind Pfingstrosen für Hunde, Katzen und Pferde giftig; der Wirkstoff heißt Paeonol, zu den Anzeichen zählen Erbrechen, Durchfall und Mattigkeit. Bei Verdacht fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.