Rund 120 Arten unter einem Namen
Zur Gattung Lilium zählen etwa 120 Arten, die meisten stammen aus Asien. Aus dem Alpenraum kennen Wanderer vor allem den Türkenbund mit seinen nickenden, rückwärts gebogenen Blüten. Im Handel dominieren dagegen Hybriden, die nach Blütenform sortiert werden: trompetenförmige, schalenförmige und Türkenbund-Typen.
Taglilie, Calla und Friedenslilie tragen zwar den Namen, gehören aber botanisch nicht zu den echten Lilien.
Standort, Kübel und Gärtnerei
Lilien mögen es unten kühl und oben sonnig. Eine Mulchschicht oder niedrige Begleitpflanzen beschatten den Wurzelbereich, der Blütenstand darf in die Sonne ragen. Staunässe lässt die Zwiebeln faulen, ein durchlässiger Boden ist daher wichtiger als jeder Dünger. In Gebirgslagen und im Waldviertel, wo der Boden lange gefroren bleibt, wählen Sie robuste Hybriden und decken die Pflanzstelle im Spätherbst ab.
Im Kübel brauchen die Zwiebeln ein tiefes Gefäß mit Abzugsloch.
Wer in der Gärtnerei vor Ort kauft, erkennt gesunde Zwiebeln an festen, prallen Schuppen ohne Schimmel. Setzen Sie sie dreimal so tief, wie sie hoch sind, die Madonnenlilie dagegen nur knapp unter die Erdoberfläche.
Lästige Gäste im Beet
- Das Lilienhähnchen, ein leuchtend roter Käfer von sechs bis acht Millimetern, frisst Blätter und Knospen. Seine Larven tarnen sich mit einer Schicht aus eigenem Kot.
- Grauschimmel entsteht bei dichtem Stand und nassem Laub.
- Schnecken knabbern bevorzugt an jungen Trieben.
Gefahr für Katzen
Für Katzen gelten viele Lilien als giftig; schon Pollen am Fell kann gefährlich werden. Wer eine Katze hält, lässt Lilien besser weg und fragt bei Verdacht sofort in der Tierarztpraxis nach.