Ein Nachtfalter als Namensgeber
Der Gattungsname Phalaenopsis leitet sich von den griechischen Wörtern für Nachtfalter und Aussehen ab, denn die geöffneten Blüten erinnern an tropische Falter. Die Gattung wächst in den Regenwäldern Südostasiens, vor allem auf den Philippinen und in Indonesien, und reicht bis nach Queensland. In Gärtnereien und Blumengeschäften steht freilich fast nur Gezüchtetes: Rund 25.000 Hybriden sind registriert, jedes Jahr kommen mehrere Hundert dazu.
Wurzeln, die Licht brauchen
In der Natur sitzt die Pflanze auf Ästen, ohne in der Erde zu wurzeln. Ihre Luftwurzeln sind von einer schwammigen Hülle umgeben und enthalten Blattgrün, sie betreiben also selbst Photosynthese. Deshalb sieht man die Pflanzen meist in durchsichtigen Töpfen. Silbrig-graue Wurzeln sind trocken, grüne haben genug Wasser.
Das ist ein verlässlicheres Zeichen als der Wochentag.
Pflege im heimischen Wohnzimmer
- Ein helles Fenster ohne Mittagssonne ist ideal, im Jänner auch ein Südfenster.
- Zimmertemperatur zwischen 18 und 25 Grad genügt. Stellen Sie die Pflanze im Winter nicht auf eine eiskalte Fensterbank.
- Gießen Sie erst, wenn die Wurzeln silbrig wirken, und lassen Sie überschüssiges Wasser vollständig ablaufen.
- Gedüngt wird sparsam, mit Orchideendünger in schwacher Dosis.
- Beim Heimtransport im Winter sollten Sie die Pflanze gut einpacken, denn Frost schädigt Blüten und Knospen.
Katzen und Hunde
Die ASPCA führt Phalaenopsis als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde. Wer mit Haustieren lebt, kann sie also ohne Bedenken verschenken. Für Menschen gilt dasselbe: Ein Hinweis auf Giftigkeit findet sich nirgends. Zum Muttertag, zur Firmung oder zum Einzug in die erste eigene Wohnung ist sie ein beliebtes Mitbringsel, das monatelang blüht.