Verwandt mit Tomate und Tabak
Die Gattung Petunia gehört zu den Nachtschattengewächsen und umfasst etwa 17 Arten. Sie wachsen in gemäßigten bis subtropischen Gebieten Südamerikas, mehrere davon nur in Brasilien. Die Balkonpetunie ist keine Wildart, sondern eine Gartenhybride, die aus Kreuzungen entstand und meist als Petunia × hybrida geführt wird.
Typisch sind trichterförmige Blüten und leicht klebrige, behaarte Blätter und Triebe. Petunien gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind damit mit Tomate und Kartoffel verwandt.
Ein Platz in der Sonne
Petunien blühen vom Frühsommer bis zu den ersten Frösten, brauchen dafür aber Licht und Nahrung. Je sonniger der Platz, desto mehr Blüten. Auf den klassischen österreichischen Balkonkästen stehen sie oft neben Geranien, mit denen sie ähnliche Ansprüche teilen.
- Ins Freie kommen Petunien erst nach den Eisheiligen. In Hochlagen wie im Salzkammergut oder in Tiroler Tälern kann es bis Ende Mai dauern, bis Nachtfröste ausbleiben.
- Gießen Sie durchdringend, sobald die Erde oben abgetrocknet ist, und lassen Sie Überschuss abfließen.
- Düngen Sie in der Hauptblüte etwa wöchentlich mit Flüssigdünger.
- Zupfen Sie Verwelktes regelmäßig ab.
Nach einem Regenguss
Großblumige Sorten leiden unter Dauerregen, die Blüten werden pappig und hängen. Ein Platz unter dem Dachvorsprung, ein Rückschnitt der Triebe um etwa ein Drittel und frischer Dünger bringen sie meist schnell wieder in Form.
Petunien und Haustiere
Obwohl die Familie der Nachtschattengewächse auch giftige Verwandte hat, gilt die Petunie nach der ASPCA als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde.