Von Amerika auf die Felder
Die Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) stammt aus Nord- und Mittelamerika. Spanische Seefahrer brachten die Samen 1552 nach Europa, wo sie zunächst als Zierpflanze angebaut wurden. Später entdeckte man sie als Ölfrucht. In Österreich standen im Jahr 2021 nach Angaben von Wikipedia knapp 25 000 Hektar unter Sonnenblumen, und im Sommer prägen leuchtend gelbe Felder besonders im Osten des Landes das Bild.
Vielerorts gibt es zudem Selbstpflückfelder.
Ein Blütenkorb, keine einzelne Blüte
Was wie eine große Blüte wirkt, ist ein Blütenkorb aus vielen Einzelblüten. Außen stehen die gelben Zungenblüten, in der Mitte die braunen Röhrenblüten, aus denen später die Kerne reifen. Man unterscheidet Öl-, Futter-, Zier- und Speisetypen. Zwergsorten bleiben unter einem Meter, hohe Sorten wie 'King Kong' werden über vier Meter hoch.
Aussaat und Topfkultur
- Säen Sie direkt ins Beet, sobald nach den Eisheiligen Mitte Mai keine Nachtfröste mehr drohen. Wer früher beginnen will, zieht im Haus vor.
- Sonne und lockerer Boden sind Pflicht.
- Gießen Sie bei Hitze durchdringend, aber seltener.
- Für den Balkon eignen sich Zwergsorten im großen Topf. Vorgezogene Pflanzen erhalten Sie in der Saison in der Gärtnerei.
Kerne und Vase
Die Kerne dienen als Vogelfutter und stecken in Brot und Müsli. Wegen möglicher Cadmiumgehalte sollten Sie jedoch nicht große Mengen essen. In der Vase trinkt die Sonnenblume viel: Anschneiden, Blätter unter Wasser entfernen und täglich nachfüllen. Pollenfreie Schnittsorten hinterlassen keinen gelben Staub auf Tisch und Tuch.
Giftig?
Nein. Die ASPCA führt die Sonnenblume als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde.