Die Farbe, die der Boden nicht ändert
Bei blauen und rosa Hortensien entscheidet der Boden mit, welche Farbe die Blüten annehmen. Weiße Sorten tun das nicht: Sie bleiben weiß, egal ob die Erde sauer oder kalkhaltig ist (nach gängiger Gartenliteratur). Das macht sie zur ruhigen Wahl, wenn ein Beet in Weiß geplant ist. Manche Sorten blühen zunächst cremig oder grünlich und färben sich später weiß.
Im Halbschatten leuchten
Zwischen Farnen, Funkien und dunklem Laub fallen weiße Hortensienblüten besonders auf. Praller Mittagssonne sollten sie nicht dauernd ausgesetzt sein, weil die Blätter dann hängen. Gießen Sie bei Trockenheit durchdringend; die Gattung gilt als durstig.
Eine weiße Hortensie im Garten ist pflegeleicht, solange der Wasserhaushalt stimmt. Pflanzen Sie sie in humosen, durchlässigen Boden und mulchen Sie die Wurzelscheibe, damit die Feuchte länger erhalten bleibt. Welke Blütenstände lassen Sie bis zum Frühjahr stehen, sie schützen die Knospen vor Frost.
Im Spätsommer wirken weiße Blütenköpfe oft cremegrün, das ist die natürliche Verfärbung beim Verblühen. Getrocknet halten sie als Dekoration in Kränzen und Gestecken über den Winter.
Nicht verwechseln
Wer von weißen Hortensien spricht, meint im Garten oft die Waldhortensie Hydrangea arborescens mit dem Namen 'Annabelle' oder weiße Rispenhortensien. Sie sind verwandt, aber nicht dieselbe Art wie die Bauernhortensie Hydrangea macrophylla, die hier gemeint ist. Rispenhortensien blühen später und vertragen Frost besser.
Vase und Haustiere
Weiße Hortensien in der Vase fallen gern zusammen, wenn die Stiele zu wenig Wasser bekommen. Schneiden Sie sie schräg an und füllen Sie nach. Die ASPCA führt Hortensien als giftig für Hunde, Katzen und Pferde (cyanogenes Glykosid, meist Erbrechen und Durchfall).