Hell vor dunkler Erde
Weiße Krokusse gehören zu den auffälligsten Frühlingsboten, weil sie sich vom braunen Boden und den welken Blättern des Vorjahres klar abheben. Gartensorten gibt es in Reinweiß, Cremeweiß und mit violetten Streifen an den Außenseiten der Blütenblätter. Bei Sonne öffnen sich die Blüten weit, bei Kälte, Regen und am Abend schließen sie sich wieder.
Eine Gruppe aus zwanzig Knollen genügt, um einen hellen Fleck im Rasen zu schaffen.
Der Voralpen-Krokus
In den Alpen wächst der Voralpen-Krokus (Crocus albiflorus) von Natur aus. Seine Blüten sind weiß, oft violett geädert, und er besiedelt Wiesen und Almen. Wer im Frühjahr in den Bergen unterwegs ist, trifft ihn nach der Schneeschmelze in großen Beständen.
Hinweise zum Pflanzen
- Gruppen im Herbst in lockerer Erde setzen, etwa acht Zentimeter tief.
- Sonniger Platz am Rasenrand oder unter Laubgehölzen.
- Gegen Wühlmäuse schützt ein Pflanzkorb aus Draht.
- Das Laub bleibt bis zum Welken stehen.
Weiße Krokusse blühen in der Regel zwei bis drei Wochen. Wer die Saison verlängern möchte, mischt frühe Arten mit späteren Sorten, die erst im März öffnen. Auch Bienen profitieren: Die ersten milden Tage im Spätwinter sind für sie eine wichtige Nahrungsquelle, und weiße Blüten sind für sie gut sichtbar.
Wechselnde Standorte im Garten, mal sonnig, mal halbschattig, staffeln die Blüte zusätzlich.
Haustiere und Verwechslung
Pflanzenteile können bei Hunden und Katzen Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Gefährlicher ist die Verwechslung mit der Herbstzeitlosen, die stark giftig ist. Bei Verdacht erreichen Sie die VIZ in Wien unter 01 406 43 43 und im Notfall die 144. Bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.