Weiß aus Ostasien
Wenn eine Fetthenne weiß blüht, steckt meist die Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile) dahinter, deren Wildform aus China und Korea rosa blüht. Die verbreitetste weiße Sorte heißt 'Iceberg'. Die Royal Horticultural Society beschreibt sie als Horstpflanze mit blassgrünem, fleischigem Laub, über dem sich im Spätsommer gewölbte weiße Sternblüten-Dolden erheben.
Sie bleibt mit etwa einem halben Meter Höhe überschaubar.
Die heimische Art ist nicht reinweiß
Die in Europa wild vorkommende Große Fetthenne blüht grünlichgelb oder purpurrot. Reinweiße Pflanzen sind also Gartensorten. Weil man die Blütenfarbe vor der Blüte nicht erkennt, prüfen Sie beim Kauf das Etikett auf den Sortennamen.
Wenig Wasser, viel Sonne
Hat sich die Pflanze erst einmal eingewurzelt, kommt sie mit Trockenheit zurecht. Sie mag Sonne und durchlässige Erde, denn dauernde Nässe ist gefährlicher als ein trockener Sommer. Auch in Österreich überstehen die Pflanzen den Winter bis in raue Höhenlagen, denn die Sorte gilt als sehr winterhart.
Einsatzorte
- Im Kiesbeet oder an einer trockenen Böschung.
- Im Weißen Garten neben Silberlaub und Ziergräsern.
- Im Kübel, wenn er Abzugslöcher und mineralisches Substrat hat.
- In naturnahen Gärten, weil Bestäuber die Blüten gern anfliegen.
Nach der Blüte
Wer möchte, kürzt die Pflanze nach der Blüte oder lässt die verblühten Dolden im Winter stehen lassen, wo Raureif sie schmückt. Zum Vermehren teilen Sie die Horste im Frühjahr oder schneiden im Sommer junge Triebe als Stecklinge. Als Schnittblume hält sich die weiße Dolde im Herbststrauß etwa ein bis zwei Wochen, besonders in Kombination mit Dahlien oder Herbstastern.