Rosen: was die Farben sagen und wie der Strauß lange hält
Valentinstag, Jahrestag, ein letzter Gruß am Grab: Mit Rosen liegt man selten falsch, solange Farbe und Anlass zusammenpassen. Wir erklären, welche Rosen Sie im Blumengeschäft bekommen, wie Sie einen Strauß richtig versorgen und wo man in Österreich Rosen in voller Pracht erleben kann.
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Blumen jetzt bestellenRot, Weiß, Gelb: was die Farbe ausdrückt
Die Farbe entscheidet, ob eine Rose romantisch, freundschaftlich oder feierlich wirkt. Ganz streng nimmt das heute kaum jemand, aber bei Rot und Gelb lohnt es sich, kurz nachzudenken.
- Rot: Die Farbe der Liebe, eindeutig und ohne Umweg. Rote Rosen schenkt man dem Menschen, den man liebt, zum Valentinstag, zum Hochzeitstag oder zum Heiratsantrag. Für die Kollegin oder die Schwiegermutter sind sie eher zu viel.
- Rosa: Dank, Zuneigung und Anerkennung. Die sichere Wahl zum Muttertag, zum Geburtstag oder als Dankeschön, wenn es herzlich, aber nicht romantisch sein soll.
- Weiß: Respekt, Neubeginn und Reinheit. Man sieht sie im Brautstrauß, bei der Taufe und in der Trauerfloristik. Beim Begräbnis legen viele eine einzelne weiße oder rote Rose auf den Sarg oder ins Grab.
- Gelb: Heute steht Gelb für Freundschaft und gute Laune. In der alten Blumensprache bedeutete die gelbe Rose allerdings Eifersucht, und manche ältere Menschen kennen das noch.
- Orange und Apricot: Warm, fröhlich, ein bisschen bewundernd. Gut für Glückwünsche, eine neue Stelle oder einen bestandenen Abschluss.
- Lila und Lavendel: Selten und darum besonders. Sie sagen, dass Sie jemanden faszinierend finden, ohne gleich die große Liebe zu erklären.
Und wie viele? Eine einzelne Rose ist eine kleine, sehr persönliche Geste, ein Dutzend ein großes Zeichen. Bei kleineren Sträußen halten sich viele noch an die alte Gewohnheit der ungeraden Zahl. Mehr über die Bedeutung anderer Blumen lesen Sie in unserer Blumensprache und im Ratgeber Blumen für die Liebe.
Diese Rosen finden Sie im Blumengeschäft
- Langstielige Edelrosen: Eine große, edle Blüte pro Stiel, Stiellängen oft 50 cm und mehr. Das ist die klassische Rose im Rosenstrauß und im Brautstrauß.
- Sprayrosen: Ein Stiel verzweigt sich und trägt fünf, sechs oder mehr kleine Rosen. Damit wirkt ein Strauß verspielt und üppig, und die Haltbarkeit ist gut.
- Gartenrosen und englische Rosen: Dicht gefüllte, oft schalenförmige Blüten mit starkem Duft. Wunderschön, aber empfindlicher und kürzer haltbar als Edelrosen.
- Topfrosen: Kleine Rosen im Topf für Fensterbank oder Balkon. Nach der Blüte können Sie sie im Frühjahr ins Freie setzen.
Freilandrosen aus Österreich gibt es von Juni bis in den Herbst. Im Winter kommen Schnittrosen großteils aus Gewächshäusern in den Niederlanden oder von Farmen in Ostafrika und Südamerika, wo sie das ganze Jahr wachsen.
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Rosensträuße vergleichenSo bleibt der Rosenstrauß lange schön
- Gleich ins Wasser: Einen gelieferten Strauß nicht lange liegen lassen. Folie und Bindung erst knapp vor dem Einstellen öffnen.
- Schräg anschneiden: 2-3 cm mit einem scharfen Messer abschneiden. Die schräge Schnittfläche nimmt mehr Wasser auf und liegt nicht flach am Vasenboden.
- Unten entblättern: Alle Blätter entfernen, die im Wasser stehen würden. Stacheln nur vorsichtig abknipsen, nicht die Rinde abschaben, denn jede Wunde lässt Bakterien hinein.
- Schutzblätter ruhig entfernen: Die äußeren, oft etwas fleckigen Blütenblätter schützen die Rose beim Transport. Sie dürfen abgezupft werden.
- Sauber halten: Frischhaltemittel ins Wasser, alle zwei bis drei Tage Wasser wechseln und dabei nachschneiden.
- Richtig platzieren: Nicht über die Heizung, nicht in die pralle Sonne und nicht neben die Obstschale, denn reifes Obst lässt Rosen schneller welken. Über Nacht in ein kühles Zimmer gestellt, halten sie spürbar länger.
Lässt eine Rose trotzdem den Kopf hängen, ist sie oft noch zu retten: so helfen Sie hängenden Rosen. Was für jeden Strauß gilt, steht in unseren Pflegetipps.
Vasenleben nach Rosentyp
| Rosentyp | Vasenleben (ca.) |
|---|---|
| Langstielige Edelrose | 7-12 Tage |
| Sprayrose | 7-10 Tage |
| Garten- und Duftrose | 4-7 Tage |
Rosengärten, Rosenkavalier und Hetscherl
Wer Rosen nicht nur in der Vase sehen will, hat in Österreich zwei besonders schöne Adressen. Das Rosarium im Doblhoffpark in Baden bei Wien ist der größte Rosengarten des Landes, mit rund 30.000 Rosenstöcken aus mehreren hundert Sorten. Am schönsten ist es dort zur Hauptblüte im Juni und noch einmal bei der zweiten Blüte im September. Mitten in Wien, gleich neben der Hofburg, blüht im Volksgarten ein Rosengarten mit über 3.000 Rosenstöcken.
Auch die Musik hat Österreich eine berühmte Rose geschenkt: In der Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, die 1911 uraufgeführt wurde und im Wien Maria Theresias spielt, überbringt der junge Octavian der Braut eine silberne Rose. Der Brauch klingt alt, ist aber eine Erfindung der beiden Autoren.
Und dann gibt es die wilde Verwandte am Wegrand: die Hundsrose (Rosa canina). Ihre roten Früchte heißen bei uns Hetscherl, und wer schon einmal Hetscherlmarmelade gekocht hat, weiß, wie mühsam das Entfernen der haarigen Kerne ist.
Rosen im eigenen Garten setzen
Der Herbst ist bei uns die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen, von Mitte Oktober bis November, solange der Boden nicht gefroren ist. Wählen Sie einen sonnigen, luftigen Platz, damit die Blätter nach Regen rasch abtrocknen; das beugt Sternrußtau und Mehltau vor. Achten Sie auf die Veredelungsstelle, die knubbelige Verdickung zwischen Wurzel und Trieben: Sie sitzt nach dem Pflanzen rund fünf Zentimeter tief im Boden. Vor dem ersten Frost häufeln Sie die Basis mit Erde an. Geschnitten wird im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen, nicht im Herbst.
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