Wie rot ist rot?
Die Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis) blüht von Natur aus violett. Die Züchtung hat Rosa- und Rottöne herausgebracht, aber ein Rot wie bei Tulpen oder Klatschmohn blieb aus. Was im Handel als rot bezeichnet wird, liegt meist bei Karmin, Rubin oder dunklem Rosa. Die Sorte 'Jan Bos' gilt als bekanntes Beispiel: Sie trägt rotrosa Blüten und hat den Award of Garden Merit der britischen Royal Horticultural Society erhalten.
Wärme für die Stimmung, Kälte für die Haltbarkeit
Rote Hyazinthen passen gut in die kalte Jahreszeit. Im Advent harmonieren sie mit Tannenzweigen, Kerzen und dem Adventkranz. Damit die Blüte nicht schon nach wenigen Tagen vorbei ist, stellen Sie den Topf auf eine Fensterbank in einem kühlen Raum. Ein unbeheizter Stiegenaufgang mit Licht ist ein guter Platz.
Im Glas treiben
Eine Hyazinthe braucht keine Erde:
- Eine vorbehandelte Zwiebel in ein Hyazinthenglas setzen.
- Das Wasser knapp unter dem Zwiebelboden halten, sonst fault sie.
- Einige Wochen kühl und dunkel stellen, bis der Trieb deutlich wächst.
- Dann hell, aber nicht warm aufstellen.
Im Beet verbinden Sie rote Hyazinthen am besten mit Narzissen in Gelb oder mit blauen Traubenhyazinthen, die den Farbton zum Leuchten bringen. Planen Sie dabei den Wuchs mit ein: Die Trauben stehen aufrecht und wirken in kleinen Gruppen von fünf bis sieben Zwiebeln am schönsten.
Hinweis zur Giftigkeit
Besonders die Zwiebel enthält Stoffe, die Haut und Magen reizen. Die ASPCA führt die Hyazinthe als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Falls ein Kind etwas davon gegessen hat, erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43. Auch bei Tieren ist rasche Auskunft bei der Tierärztin oder beim Tierarzt wichtig.