Eine Farbe, die der Gattung fehlt
Jasminblüten sind überwiegend weiß oder gelb, bei wenigen Arten rosa. Ein richtiges Rot kommt nicht vor. Steht dennoch roter Jasmin auf einem Preisschild, lohnt die Frage nach dem botanischen Namen: Häufig steckt eine andere Gattung dahinter, die duftet oder aus Gewohnheit Jasmin heißt.
Was rot aussieht
- Die Knospen des Zimmerjasmins färben sich kurz vor dem Aufblühen rosa bis rötlich, die geöffneten Blüten sind weiß.
- Die Trompetenblume, eine rotorange Kletterpflanze, ist mit Jasmin nicht verwandt.
- Frangipani (Plumeria) heißt in manchen Ländern ebenfalls Jasmin, zählt aber zu den Hundsgiftgewächsen und ist giftig.
Echten Jasmin erkennen
Echte Jasmine tragen gefiederte oder dreiteilige Blätter, ihre Blüten haben eine schlanke Röhre mit meist vier bis sechs Zipfeln. Wer die rötliche Knospenfarbe sehen will, kauft eine Pflanze mit vielen noch geschlossenen Knospen und stellt sie hell und eher kühl auf.
Der Zimmerjasmin im Jahreslauf
Im Herbst gönnt man ihm wenige Wochen bei zehn bis fünfzehn Grad, damit er Knospen anlegt. Im Spätwinter blüht er. Den Sommer verbringt er gern auf dem Balkon, nur Frost darf er dort nicht erleben.
Tiere und Menschen
Echter Jasmin gilt bei der ASPCA als ungiftig für Hunde und Katzen, Frangipani und andere Namensvettern sind etwas anderes. Tiere mit Beschwerden gehören in die Tierarztpraxis. Auskunft für Menschen erteilt rund um die Uhr die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43.