Rot ist bei Primeln eher die Ausnahme
Die Blütenfarben der Gattung reichen laut Fachliteratur von Lavendel über Magentarot, Rosa und Violett bis Weiß und Gelb; Rot kommt selten vor. Gärtner haben es durch Züchtung aber verstärkt. Rote Topfprimeln sind meist Formen der Kissen-Primel mit gelbem Auge im Zentrum. Sie bringen bereits im Februar und März Farbe auf Fensterbank und Balkon, wenn noch Schnee liegen kann.
Rot im Frühling gestalten
Kombinieren Sie rote Primeln in einer Schale mit Gänseblümchen oder Stiefmütterchen. Auf überdachten Balkonen halten sie länger, weil Regen und Nachtfrost den Blüten weniger zusetzen. In Gebirgslagen warten Sie mit dem Auspflanzen besser bis nach den Eisheiligen. Zum Muttertag am zweiten Sonntag im Mai sind Primeln dann meist schon verblüht, darum bieten sich in der Zeit andere Blumen an.
Gute Pflege
- Eine halbschattige Lage ist ideal, pralle Sonne verkürzt die Blüte.
- Gleichmäßig feucht halten, jedoch Staunässe vermeiden.
- Verblühtes regelmäßig abzupfen.
- Kühl stellen: Zimmertemperaturen von etwa 10 bis 15 Grad fördern eine lange Blühdauer.
Rote Primeln mit Struktur
Wer ein dichtes Bild möchte, setzt mehrere Pflanzen eng nebeneinander, denn die Rosetten bleiben flach. Rote Primeln sind auch in kleinen Gefäßen, Zinkwannen oder Holzkisten wirkungsvoll. Das Laub bleibt oft bis in den Sommer grün, und die Pflanze erholt sich im Halbschatten meist gut. Damit lässt sich der Platz im Beet auch nach der Blüte nutzen.
Haut und Tiere
Primeln können den Stoff Primin enthalten, der bei manchen Menschen Hautreizungen auslöst. Die ASPCA nennt Primula vulgaris giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Rufen Sie bei Beschwerden Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Menschen mit Vergiftungsverdacht erhalten Auskunft bei der VIZ Wien, 01 406 43 43.