Die Gelbe Narzisse
Die Osterglocke gehört zur Gattung der Narzissen und trägt den Namen, weil sie um Ostern blüht. Die Blüten sind meist einzeln, nickend und gelb, die Trompete sattgelb. Wild wachsend kommt die Art in Westeuropa und in Teilen Mitteleuropas vor; in Gärten ist sie weit verbreitet. Sie ist keine Lilie und keine Glockenblume.
Osterstrauß und Frühlingsfest
Zu Ostern gehören Osterglocken zum Tisch oder zum Eingang. Ein Krug mit Osterglocken und Weidenkätzchen oder Forsythienzweigen ergibt einen klassischen Osterstrauß. In Österreich bringt man sie im Frühling auch gern als Topfpflanze mit; zum Muttertag im Mai sind sie meist schon verblüht.
Im Strauß halten
- Kaufen Sie Osterglocken am besten als Knospe.
- Stellen Sie sie zunächst allein in Wasser, denn der Saft schadet anderen Blumen.
- Schneiden Sie die Stiele danach nicht mehr an.
- Kühl gestellt halten sie etwa fünf bis sieben Tage.
Vor dem Aufstellen entfernen Sie die untersten Blätter, damit sie nicht im Wasser faulen. Wer Osterglocken verschenkt, legt sie am besten in Papier, weil die Stiele empfindlich sind. Aus Gärtnereien erhalten Sie mehrere Sorten mit unterschiedlicher Größe: Kleinwüchsige Formen eignen sich für Schalen, hohe für die Vase.
In Österreich sind sie ein typischer Gruß zu Ostern.
Giftig für Mensch und Tier
Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide wie Lycorin, am stärksten die Zwiebel. Bei Verdacht auf Verzehr berät die Vergiftungsinformationszentrale in Wien (01 406 43 43, rund um die Uhr), bei Beschwerden gilt der Notruf 144. Die ASPCA nennt Narzissen giftig für Hunde, Katzen und Pferde; hier ist die Tierarztpraxis gefragt.