Woher sie kommt
Die Gewöhnliche Stockrose (Alcea rosea) stammt aus Südwestchina und gelangte im 15. Jahrhundert nach Südeuropa. Seither zählt sie zu den Pflanzen, die man an Hauswänden, Zäunen und in Bauerngärten findet. Sie ist zwei- bis kurzlebig mehrjährig und wird ein bis zwei Meter hoch, ausnahmsweise sogar drei.
Die Blüten sitzen in langen Trauben am Stängel, im Wuchs sind sie das Gegenteil von zierlich.
Wärme und Halt
Die Stockrose braucht Sonne, einen nährstoffreichen Boden und Schutz vor kräftigem Wind. In den warmen Lagen des Burgenlands und im Weinviertel fühlt sie sich besonders wohl; in rauen Gegenden sollte der Platz geschützt liegen, zum Beispiel an der Südwand. Die hohen Stängel binden Sie bei Bedarf an einem Stab an.
Zweijährig oder doch dauerhaft
Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur eine Blattrosette, erst im zweiten Jahr erscheinen die Blüten. Weil sie sich selbst aussät, hat man oft viele Jahre Blüten, auch wenn einzelne Pflanzen eingehen. Wer die Sorte erhalten will, sät gezielt nach.
Malvenrost
Die häufigste Krankheit ist der Malvenrost, ein Pilz. Typisch sind orange Flecken auf der Blattunterseite und gelbliche Punkte oben. Entfernen Sie befallene Blätter, setzen Sie die Pflanzen locker und räumen Sie im Herbst die Reste weg.
Als Gartenpflanze hat die Stockrose eine besondere Eigenschaft: Sie kann ganze Hauswände auflockern, ohne Platz am Boden zu verbrauchen. In Dörfern entlang der Kellergassen im Weinviertel und in Burgenländer Bauerngärten sieht man sie häufig neben Dahlien und Sonnenblumen. Die Samen reifen in flachen, scheibenförmigen Früchten, die man im Herbst sammeln und im Frühsommer des folgenden Jahres aussäen kann.
Haustiere
Die ASPCA nennt die Pflanze unbedenklich für Hunde, Katzen und Pferde. Als Schnittblume wird sie selten verwendet.