Ein Duftstrauch aus dem Mittelmeerraum
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) stammt aus den Küstenregionen des Mittelmeers, vor allem aus dem Südosten Spaniens, und kam durch Benediktinermönche nach Mitteleuropa. Er ist ein kleiner, aromatischer Strauch mit graufilzigen, schmalen Blättern. Die violetten bis blauen Blüten stehen in Ähren und sind reich an Nektar, deshalb besuchen ihn Bienen.
Er blüht von Juni bis August.
Duft und Verwendung
Getrocknete Blüten enthalten ein bis drei Prozent ätherisches Öl, vor allem Linalool und Linalylacetat. Das Öl wird per Wasserdampfdestillation gewonnen und in der Parfümerie eingesetzt. Als Arzneipflanze war Lavendel 2020 in Deutschland Heilpflanze des Jahres; junge Triebe würzen in der mediterranen Küche Gerichte.
In Österreich pflanzen
In den milden Lagen im Osten gedeiht Lavendel am besten, in rauen Gebirgslagen hilft ein geschützter Platz an einer Südwand. Er mag Sonne und trockenen Boden. Als getrocknete Sträuße oder Duftsäckchen ist er beim Bauernmarkt und in der Gärtnerei gefragt.
Schneiden und Trocknen
Schneiden Sie Lavendel nach der Blüte zurück, aber nicht bis ins kahle Holz, aus dem er schlecht neu austreibt. Für Trockensträuße ernten Sie die Triebe, wenn sich die ersten Blüten öffnen, und hängen sie kopfüber an einem dunklen, luftigen Ort auf. Getrocknet duftet Lavendel lange und füllt Duftsäckchen.
Giftig für Tiere
Die ASPCA stuft Lavendel für Hunde, Katzen und Pferde als giftig ein und nennt Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit als Folgen. Halten Sie vor allem Lavendelöl von Tieren fern und fragen Sie bei Beschwerden die Tierarztpraxis. Menschen erhalten Auskunft bei der VIZ Wien, 01 406 43 43.