Rosa nur in der Mitte
Eine Narzisse, die rundum rosa blüht, gibt es nicht. Rosa betrifft ausschließlich die Nebenkrone, also Trompete oder Schale in der Blütenmitte. Die äußeren Blütenblätter sind weiß bis cremefarben. Gezüchtet wurden solche Sorten, damit die Nebenkrone in Lachs-, Apfelblüten- oder Pfirsichrosa leuchtet.
Wer rosa Narzissen sucht, sollte sich also eine klare Vorstellung machen: Es sind weiße Blüten mit rosa Akzent.
Das Rosa bewahren
Wärme und Sonne bleichen die Farbe der Nebenkrone schnell aus. Eine kühle Lage mit Morgensonne, wie sie in höheren Lagen Österreichs oft vorkommt, erhält sie länger. Schneiden Sie die Blüten für die Vase im Knospenstadium, so zeigt sich die Farbe nach dem Öffnen am intensivsten.
Pflanzen und Pflegen
- Zwiebeln im Herbst, drei Mal so tief wie hoch, in durchlässigem Boden stecken.
- Das Laub bis zum Welken stehenlassen.
- Mit weißen und gelben Sorten mischen, damit die rosa Töne betont werden.
Auf dem Bauernmarkt und in Gärtnereien werden rosa Narzissen häufig als Zwiebeln im Herbst angeboten, in Blüte sieht man sie meist erst im April. Für eine Pflanzung im Topf mischen Sie die Zwiebeln mit sandiger Erde und halten den Topf über den Winter an einem kühlen, geschützten Platz. Ohne Winterkälte entwickeln sich die Blüten nicht richtig.
Im Garten wirken Gruppen mit zehn Zwiebeln und mehr am schönsten.
Giftigkeit
Auch rosa Sorten enthalten Lycorin und andere Alkaloide. Fragen zu Vergiftungen beantwortet die VIZ in Wien rund um die Uhr unter 01 406 43 43; bei Beschwerden zählt der Notruf 144. Die ASPCA nennt Narzissen giftig für Hunde, Katzen und Pferde; mögliche Anzeichen sind Erbrechen, Speichelfluss und Durchfall.