Herkunft und Aussehen
Das Große Löwenmaul, Antirrhinum majus, stammt aus dem Mittelmeerraum, von Marokko und Portugal über Frankreich bis in die Türkei und nach Syrien. Wildpflanzen und Gartenformen werden 20 bis 120 Zentimeter hoch. Die Blüten stehen in dichten Trauben und gibt es in Rot, Rosa, Orange, Gelb und Weiß. Ihre Form erinnert an ein Maul, das sich öffnet, wenn man die Seiten sacht zusammendrückt.
Kultur seit Jahrhunderten
Als Zierpflanze wird das Löwenmaul seit dem 15. Jahrhundert gezogen und ist seither ein Standard in Rabatten und als Schnittblume. Aus Samen blüht es in wenigen Monaten. In der Forschung gilt es als wichtige Modellpflanze: Seine Generationsfolge dauert nur etwa vier Monate, und an der Blütenfarbe lässt sich Vererbung gut zeigen.
Anbau in Österreich
- Säen Sie ab Februar oder März drinnen vor und pflanzen Sie nach den Eisheiligen Mitte Mai aus.
- Sonne und durchlässiger Boden sind ideal; Staunässe verträgt das Löwenmaul schlecht.
- Schneiden Sie Verblühtes aus, dann kommen neue Seitentriebe nach.
- In milden Lagen wie dem Burgenland übersteht es manchmal einen Winter, im Gebirge fast nie.
In der Vase
Wählen Sie Stiele, an denen unten die Blüten offen und oben noch Knospen sind. Bei kühlem Standort halten sie rund sieben bis zehn Tage.
Wer das Löwenmaul in der Natur beobachtet, erkennt, wie gut die Blüte auf Insekten abgestimmt ist: Die geschlossene Unterlippe lässt vor allem kräftige Hummeln zum Nektar. Dieser Mechanismus macht die Pflanze zu einem beliebten Beispiel im Biologieunterricht.
Haustiere
Nach der Datenbank der ASPCA gilt das Löwenmaul als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde.