Weiß mit farbigem Auge
Die sechs äußeren Blütenblätter sind weiß, in der Mitte sitzt eine kleine Nebenkrone in Gelb, Orange oder mit rotem Saum. Das bekannteste Beispiel ist die Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus), die auch in Österreich wild vorkommt. Daneben wächst die Stern-Narzisse auf Bergwiesen. Beide blühen im späten Frühling und verströmen einen kräftigen, süßen Duft, den viele mit dem Frühsommer verbinden.
Ausseerland im Mai
Im steirischen Ausseerland färben die weißen Narzissen im späten Frühjahr die Wiesen. Das Narzissenfest, das seit 1960 stattfindet, ist ihnen gewidmet und lockt jedes Jahr Besucher an. Wild wachsende Pflanzen sollten Sie dort nicht pflücken; für die Vase gibt es Gartensorten.
Weiße Narzissen in Beet und Vase
In der Vase kommt Weiß neben Zweigen und Frühlingsgrün gut zur Geltung. Im Garten stehen weiße Narzissen schön unter Sträuchern oder am Gehölzrand, wo der Boden im Frühling feucht bleibt. Ein Hinweis aus der Praxis: Der Saft frisch geschnittener Narzissen kann andere Blumen im Strauß schädigen, deshalb gehören sie zunächst allein ins Wasser.
Pflanzen Sie die Zwiebeln im Herbst und lassen Sie das Laub nach der Blüte bis zum Welken stehen.
Giftigkeit
Alle Narzissen, auch die weißen, enthalten Lycorin und weitere Alkaloide. Die Zwiebel ist besonders giftig. Bei Verdacht auf Verzehr erreichen Sie die VIZ in Wien rund um die Uhr unter 01 406 43 43, bei starken Beschwerden den Notruf 144. Hunde, Katzen und Pferde reagieren nach Angabe der ASPCA mit Erbrechen, Speichelfluss und Durchfall.