Duft gegen die Winterlaune
Wenn draußen Nebel liegt, bringt der Zimmerjasmin Sommergefühl in die Stube. Botanisch gehört er zu den Ölbaumgewächsen, also in die Verwandtschaft von Flieder, Esche und Liguster. Die Gattung Jasminum stammt aus den Tropen und Subtropen, und entsprechend empfindlich reagiert die Pflanze auf Frost. Meist wird sie um einen Drahtbügel gezogen; wer ein Rankgitter einsetzt, kann sie über die Jahre deutlich höher werden lassen.
Knospen setzt nur, wer kühl steht
Damit der Jasmin reichlich blüht, braucht er im Herbst einige Wochen Kühle bei etwa zehn bis fünfzehn Grad. Ein heller Stiegenaufgang oder ein ungeheiztes Gästezimmer erfüllt den Zweck. Danach stellen Sie ihn in die Wärme, ab Jänner öffnen sich die Knospen. Trockene Heizungsluft und Zugluft bekommen ihm schlecht.
- Hell, aber ohne pralle Mittagssonne.
- Erde gleichmäßig feucht halten, Wasser im Untersetzer entfernen.
- Im Sommer gern auf den Balkon, vor den ersten kalten Nächten zurück ins Haus.
- Gleich nach der Blüte einkürzen und neue Ranken aufbinden.
Nicht jeder Jasmin ist einer
Der Strauch, der im Mai und Juni ganze Gärten einhüllt, heißt Pfeifenstrauch oder Bauernjasmin. Er zählt zu den Hortensiengewächsen und hat mit dem Zimmerjasmin nichts gemein. Der echte Winterjasmin dagegen blüht gelb, schon vor dem Laubaustrieb, und übersteht Frost im Freien.
Katze, Hund und Pferd
Die ASPCA stuft Jasmin der Gattung Jasminum für Hunde, Katzen und Pferde als unbedenklich ein. Prüfen Sie beim Kauf den lateinischen Namen auf dem Etikett, denn manche Pflanzen tragen nur im Namen etwas von Jasmin.