Weiß statt Violett
Die Wildform des Echten Lavendels blüht violett bis blau. Weiße Formen sind Zuchtergebnisse; eine bekannte Sorte ist 'Nana Alba', eine kompakte Zwergform. Der Duft ist ähnlich, in der Gartenwirkung ist der Eindruck ruhiger und heller. Weißer Lavendel passt besonders gut zu Steinwegen und Staudenbeeten mit Silberlaub.
Verwendung
Auch weiße Blüten lassen sich trocknen und in Duftsäckchen füllen. Sie wirken in Trockensträußen als helle Akzente. Wie bei der blauen Form lockt der Nektar Bienen an. Zum Trocknen schneiden Sie die Triebe, wenn sich die ersten Blüten öffnen, und hängen sie kopfüber an einen luftigen Ort.
Standort in Österreich
Lavendel braucht Sonne und durchlässigen, eher trockenen Boden. In Gebirgslagen empfiehlt sich ein geschützter Platz, in milden Regionen wie dem Burgenland wächst er einfacher. Nässe im Winter schadet mehr als Kälte.
Pflanzen und Schneiden
Pflanzen Sie weißen Lavendel an einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem Boden. Im Frühjahr ein Rückschnitt um etwa ein Drittel hält die Pflanze kompakt. Staunässe über den Winter ist für ihn gefährlicher als Kälte. In Töpfen sorgt grobe Erde mit Kies für guten Wasserabzug.
Weiße Sorten sind meist etwas zierlicher als die violetten Formen und eignen sich dadurch auch für Töpfe und schmale Beete. Die Blüten halten sich zudem in Trockensträußen ohne zu verblassen, wenn sie schattig und luftig aufbewahrt werden. Ein Strauß aus weißem und violettem Lavendel sorgt für Kontrast.
Haustiere
Die ASPCA nennt Lavendel giftig für Hunde, Katzen und Pferde, weil er Linalool und Linalylacetat enthält. Mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Bei Verdacht: Tierarztpraxis, bei Menschen VIZ Wien, 01 406 43 43.