Welcher Mohn ist weiß?
Der heimische Klatschmohn (Papaver rhoeas) blüht in der Wildform rot. Weiße Blüten stammen daher von Zuchtformen oder anderen Arten. Zu den bekanntesten gehören weiße Sorten des Schlafmohns (Papaver somniferum), des Islandmohns (Papaver nudicaule) und einzelne Auslesen aus der Shirley-Gruppe, die zum Klatschmohn gehört.
Alle haben sehr zarte, fast papierdünne Blütenblätter, die an windigen Tagen rasch abfallen.
Im Waldviertel und im Garten
In Österreich blühen auf Feldern im Waldviertel im Juni und Juli Mohnfelder des Schlafmohns, die in Weiß, Rosa und Violett leuchten. Aus den Samen entsteht der bekannte Backmohn. Wer weißen Mohn im Garten ziehen möchte, wählt eine Zierform mit der Beschreibung weiß und sät ihn im Frühjahr direkt an den gewünschten Platz.
Pflege im Beet
- Sonniger Standort mit durchlässigem Boden.
- Samen nur andrücken, nicht abdecken.
- Nicht verpflanzen, denn die Wurzel ist empfindlich.
- Verblühtes nicht entfernen, wenn Sie Samenkapseln wünschen.
Die Kapseln eignen sich später für Trockengestecke.
Für ein Trockengesteck lassen Sie einige Kapseln am Stiel reifen. Sobald sie braun und hart sind, schneiden Sie sie ab und hängen sie kopfüber zum Trocknen auf. Beim Schütteln rieseln dann die winzigen Samen heraus, die Sie im nächsten Frühjahr wieder ausstreuen können.
Giftigkeit
Mohnpflanzen enthalten Alkaloide, vor allem im Milchsaft. Beim Klatschmohn gilt die Pflanze als schwach giftig, die Pet Poison Helpline nennt für Hunde Magenprobleme und Mattigkeit. Für Menschen gibt die Vergiftungsinformationszentrale Wien Auskunft unter 01 406 43 43. Fragen zu Tieren klärt die Tierarztpraxis.