Zimmerpflanze aus dem Regenwald
Die Friedenslilie gehört zur Gattung Spathiphyllum, deutsch Einblatt. Sie umfasst 50 bis 60 Arten, die vor allem im tropischen Mittel- und Südamerika wachsen, einige auch im westlichen Pazifik. Die Pflanzen werden 20 bis 120 Zentimeter hoch und haben lanzettliche, zweireihig angeordnete Blätter. Das weiße oder grünliche „Blütenblatt“ ist ein Hochblatt, die Spatha, und umhüllt den Kolben mit den kleinen Blüten.
Pflege im österreichischen Wohnzimmer
Im Winter ist die Luft in beheizten Räumen oft trocken, das mag die Friedenslilie nur mäßig. Stellen Sie sie hell bis halbschattig, nicht in die Sonne, und gießen Sie regelmäßig, ohne Staunässe. Sie verträgt Zimmertemperatur gut, Zugluft nicht. Eine Dusche mit lauwarmem Wasser entfernt Staub und erhöht kurz die Luftfeuchte.
Luftreiniger oder nicht?
Für die Sorte Mauna Loa wird beschrieben, dass sie Schadstoffe wie Benzol und Formaldehyd aufnimmt. Das stammt aus Versuchen unter Laborbedingungen; im Wohnraum ist der Effekt nach gängiger Einschätzung gering.
Wenn sie nicht blüht
Eine Friedenslilie ohne Blüten steht oft zu dunkel oder ist noch jung. Mehr Licht, regelmäßige Pflege und ein Dünger im Frühling und Sommer helfen. Gelbe Blattränder entstehen meist durch zu viel Dünger oder zu trockene Erde. Lassen Sie die Pflanze nicht dauerhaft im Wasser stehen.
Giftig für Hunde und Katzen
Die Pflanze enthält unlösliche Calciumoxalate. Die ASPCA nennt Mundreizung, Brennen in Maul, Zunge und Lippen, starkes Speicheln, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Stellen Sie sie außer Reichweite. Bei Menschen hilft die VIZ Wien unter 01 406 43 43, bei Tieren die Tierarztpraxis.