Gelb auf der Mähwiese
Ab Mai färbt der Scharfe Hahnenfuß ganze Wiesen gelb und blüht bis in den Oktober. Die Staude erreicht 30 bis 110 Zentimeter, ihre glänzenden Blüten messen ein bis zweieinhalb Zentimeter und tragen fünf goldgelbe Blütenblätter. Am wohlsten fühlt er sich auf nährstoff- und stickstoffreichen Lehmböden.
Er kommt von der Tallage bis in rund 2300 Meter Seehöhe vor. Auf Weiden bleibt er oft inselartig stehen, weil das Vieh ihn verschmäht. Regional wird er Butterblume genannt, doch dieser Name gilt auch für andere gelbe Wiesenblumen.
So erkennen Sie ihn
- Der Stängel ist rund, aufrecht und verzweigt.
- Die Grundblätter sind handförmig und tief eingeschnitten, die oberen schmal.
- Seine Wurzeln dringen etwa einen halben Meter tief in den Boden.
Das Wort acris heißt scharf und bezieht sich auf den beißenden Saft. In einem Ziergarten ist die Pflanze kaum erwünscht, weil sie sich mit Ausläufern und Samen rasch ausbreitet. Auf einer naturnahen Blumenwiese zählt sie dagegen zu den typischen Vertretern.
Warum Heu unbedenklich ist
Alle Pflanzenteile sind giftig, die Wurzeln am meisten. Im Saft stecken Ranunculin und Protoanemonin. Beim Trocknen wandelt sich Protoanemonin in das weniger wirksame Anemonin um, daher ist Heu auch in großen Mengen für das Vieh praktisch harmlos. Gefährlich wird es auf Weiden mit sehr viel Hahnenfuß oder wenn frisches Gras damit verfüttert wird.
Hund, Katze, Kind
Die ASPCA führt Hahnenfuß (Buttercup) als giftig für Hunde, Katzen und Pferde, Anzeichen sind Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss und Geschwüre im Maul. Hat ein Kind Pflanzenteile gegessen, erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien jederzeit unter 01 406 43 43. Der Saft kann bei empfindlicher Haut Rötung und Blasen verursachen.