Wo das Rot herkommt
Reines Rot ist in der Natur bei Lilien selten. Die Gartenformen entstanden durch Kreuzung, besonders viele rote Töne liefern die frühen Asiatischen Hybriden. Sie öffnen ihre Blüten oft aufrecht und duften kaum. Die orientalischen Sorten in Karmin und Purpur sind später dran und verströmen einen schweren Duft.
Die Feuerlilie im Gebirge
Die wild wachsende Feuerlilie (Lilium bulbiferum) trägt orangerote Blüten und kommt in Österreich zerstreut bis selten in fast allen Bundesländern vor, nur nicht in Wien und möglicherweise im Burgenland. Sie steht hier teilweise unter Naturschutz. Wer ihr auf einer Bergwiese begegnet, fotografiert sie und lässt sie stehen.
Für den eigenen Garten gibt es Zuchtformen aus der Gärtnerei.
Rot setzen
Rote Lilien brauchen einen sonnigen Kopf und einen beschatteten Fuß. In der prallen Mittagssonne bleichen dunkle Töne etwas aus, an halbschattigen Plätzen halten sie länger.
- Silbriges Laub und weiße Begleiter lassen das Rot stärker wirken.
- Rote Blüten verraten Pollenflecken weniger schnell als weiße, auf hellen Stoffen bleiben sie trotzdem hartnäckig.
- Rot passt traditionell zu Festen wie dem Muttertag am zweiten Sonntag im Mai.
Vorsicht bei Haustieren
Rote Lilien bergen dasselbe Risiko wie alle echten Lilien: Bei Katzen kann das Fressen von Blättern, Blüten oder Wasser aus der Vase akutes Nierenversagen auslösen. Bei Fragen zu Vergiftungen erreicht man in Österreich die Vergiftungsinformationszentrale in Wien unter 01 406 43 43, rund um die Uhr; bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.