Kein reines Rot
Ein klares Rot wie bei Rosen kommt bei Magnolien nicht vor. Gemeint sind in der Regel purpurrote bis dunkelrosa Töne, etwa bei der Purpurmagnolie Magnolia liliiflora, die in Mitteleuropa gern gepflanzt wird. Kreuzungen wie die Tulpenmagnolie tragen Blüten, die außen kräftig purpur und innen heller sind.
Später dran als die weißen
Die Purpurmagnolie blüht oft etwas später als die Sternmagnolie, was sie in Österreich weniger spätfrostgefährdet macht. Ganz sicher ist das aber nicht. Ein warmer, geschützter Platz an der Südseite bringt die Farbe am besten zur Geltung.
Zu den dunklen Sorten der Tulpenmagnolie zählt 'Lennéi', deren Blüten außen dunkel purpurfarben sind. Die Art entstand 1820 aus einer Kreuzung der Yulan-Magnolie mit der Purpurmagnolie, deshalb finden sich bei ihr viele Purpurtöne. Gelegentlich blüht die Tulpenmagnolie im Sommer nach. Sie wächst am besten in frischem, leicht saurem Boden und braucht Sonne.
Ein Rückschnitt ist selten nötig; wer ihn braucht, macht ihn nach der Blüte.
Pflege
- Tiefgründiger, humoser Boden ohne Staunässe
- Wenig schneiden, Magnolien treiben ungern neu aus altem Holz
- Im Frühjahr mulchen
- Spätfrost mit Vlies abfangen
Rot in der Gartenplanung
Purpurrote Blüten wirken vor Hecken aus Grün besonders gut. Sie passen zu Vorgärten, in denen schon im Frühling Farbe gefragt ist.
Gift
Die Gattung wird als schwach giftig geführt, mit Magnoflorin in Rinde und Holz. Blüten werden als Zierde verwendet, nicht gegessen.