Rot ist eine Kulturform
Die Wildart blüht blau. Die Blüten der Kornblume können aber auch rosa oder purpurn sein, und rote Formen sind laut Überlieferung schon im Mittelalter kultiviert worden. Meist handelt es sich um dunkle Weinrot- bis Purpurtöne, kein leuchtendes Feuerrot. In Saatgutmischungen kommen sie als Farbtupfer zwischen blauen und weißen Pflanzen vor.
Verwendung im Sommerstrauß
Dunkle Blüten verleihen einem Strauß Tiefe. Gut passen Getreideähren, Schafgarbe, Rittersporn oder gelbe Ringelblumen. Weil die Farben gedämpft sind, wirkt ein Strauß nicht so grell wie mit Mohn. Auf dem Bauernmarkt finden sich gemischte Kornblumen-Sträuße vom Frühsommer bis in den Herbst, denn die Pflanze blüht lange.
Aussaat und Pflege
- Säen Sie im Frühjahr nach den Eisheiligen, im Herbst für frühere Blüte.
- Wählen Sie volle Sonne und wenig Dünger.
- Der Nektar ist für Bienen und andere Insekten wertvoll.
- Die Haltbarkeit in der Vase beträgt etwa fünf bis sieben Tage.
Rote Kornblumen im Garten
Beim Saatgutkauf lohnt der Blick auf die Beschreibung: Dunkelrote Sorten tragen oft eigene Namen. Sie blühen von Juni an, bei Frühsaat auch früher. Damit sie lange blühen, schneiden Sie Verblühtes regelmäßig ab. Ein Platz in der Sonne mit durchlässigem Boden genügt, Dünger ist nicht nötig. Zusammen mit blauen Pflanzen entsteht ein reizvoller Kontrast.
Giftigkeit
Die ASPCA nennt Centaurea cyanus für Hunde und Katzen ungiftig. Bei Unwohlsein von Tieren fragen Sie dennoch die Tierarztpraxis; bei Menschen berät die VIZ Wien unter 01 406 43 43 rund um die Uhr. Die politische Vorgeschichte der Kornblume im 20. Jahrhundert ist für die Pflanze selbst ohne Bedeutung, kann aber für manche Menschen eine Rolle spielen.