Zweifarbig und üppig
Rosa Geißblatt blüht meist zweifarbig: Die Röhren sind außen rosa bis karmin, innen gelblich. Das Echte Geißblatt hat oft rötlich überlaufene Blüten, bekannte Gartenformen betonen diesen Hauch deutlich. Viele dieser Sorten blühen von Mai bis in den Sommer, manche mit einer zweiten Blüte im Herbst.
Duft und Besucher
Wie bei den meisten Geißblättern kommt der Duft am Abend. Nachtfalter und Hummeln profitieren vom Nektar. Wer die Pflanze an eine Pergola setzt, hat einen schönen Duft über dem Sitzplatz.
Einsatz im Garten
- Als Sichtschutz an Zaun oder Gitter.
- Am Spalier an einer Südwand, wo sie auch in kühleren Lagen bestehen kann.
- Als Hochstamm oder in einem großen Kübel, wenn der Platz knapp ist.
- Gelegentlich auslichten, damit die Triebe nicht verfilzen.
Beim Rückschnitt nach der Blüte entfernen Sie tote Triebe und lichten zu dichte Stellen. Ein kräftiger Schnitt ist bei vielen Kletterformen möglich, wenn die Pflanze verkahlt. Blattläuse an den Triebspitzen lassen sich meist mit einem Wasserstrahl abspülen. Düngen Sie im Frühjahr mit Kompost, dann treibt das Geißblatt kräftig durch.
Wer Ableger ziehen möchte, steckt im Sommer halbreife Triebstücke in lockere Erde und hält sie gleichmäßig feucht. Bewurzelte Jungpflanzen können im Herbst oder im folgenden Frühling an ihren endgültigen Platz.
Beeren
Die im Spätsommer reifenden Beeren sind schwach giftig. Kinder sollten sie nicht probieren. Bei Verdacht auf Verzehr berät die Vergiftungsinformationszentrale in Wien (01 406 43 43) rund um die Uhr, bei Beschwerden gilt der Notruf 144. Haustiere gehören bei Beschwerden zur Tierärztin oder zum Tierarzt.