Sukkulente aus den Bergen
Die Hauswurz (Sempervivum) gehört zu den Dickblattgewächsen. Der Name setzt sich aus lateinisch semper „immer“ und vivus „lebend“ zusammen. Rund 40 bis 63 Arten gelten als eigenständig, sie wachsen von Marokko bis zum Iran, vor allem in Gebirgen wie den Alpen, Karpaten, auf dem Balkan und im Kaukasus.
Über 7.000 Gartenformen sind bekannt. Die Rosetten sind 0,5 bis 22 Zentimeter breit.
Farben und Blüte
Das Laub wechselt je nach Jahreszeit und Standort von Grün über Grau bis zu Rot- und Purpurtönen. Die Blüten erscheinen Ende Mai bis August und sind meist rosa, purpurn, gelb oder fast weiß. Jede Rosette blüht nur einmal und stirbt danach ab; Tochterrosetten übernehmen den Platz.
In Österreich zuhause
Auf sonnigen Felsen der Alpen finden sich Hauswurzarten in Bergregionen. In Gärten wachsen sie auf Steinmauern, in Trögen und auf Dächern, in Bauerngärten ebenso wie bei Gärtnereien, die Steingartenpflanzen führen. Winterkälte macht ihnen wenig aus, Staunässe dagegen mehr.
Pflege
- Sonniger Platz mit magerem, durchlässigem Boden.
- Wenig gießen, auch im Sommer.
- Im Topf grobes Substrat und ein Abzugsloch.
Der Name erinnert daran, dass Hauswurz seit Jahrhunderten auf Dächern, Mauern und in Gärten gepflanzt wird. Die Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum) ist die bekannteste Art. Auf Gründächern und in Trögen kommt sie mit wenig Erde und Wasser aus, weshalb sie auch Gärtnern ohne Garten Freude macht.
Für Mensch und Tier
Die Hauswurz ist keine Speisepflanze. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Kind oder ein Haustier davon gegessen hat, wenden Sie sich bei Menschen an die VIZ Wien (01 406 43 43), bei Tieren an die Tierarztpraxis.