Was mit Rot gemeint ist
Eine rein rote Hortensie wie bei der Rose gibt es nicht. Gemeint sind Sorten mit karminroten bis weinroten Blütenbällen, die fast immer zur Bauernhortensie gehören. Ihre Farbe hängt, wie bei rosa Sorten, vom Boden ab: Auf kalkhaltigem bis neutralem Boden bleibt es kräftig rot bis pink, auf stark saurem Boden mit verfügbarem Aluminium kippt es ins Violette oder Blaue.
Im Alpenvorland und in Teilen Österreichs mit kalkreichen Böden kommt das Rot daher oft gut heraus.
Rote Blätter sind etwas anderes
Wer nach roten Blättern an Hortensien sucht, sieht meist die Herbstfärbung oder Zeichen von Nährstoffmangel und Kälte. Gerade nach Frostnächten im Spätfrost bekommen junge Blätter dunkle Ränder. Kein Grund zur Sorge, solange neue Triebe nachwachsen.
Wer eine rote Hortensie im Topf auf dem Balkon ziehen möchte, sollte den Kübel groß genug wählen und bei Hitze täglich gießen. Das Wasser aus der Leitung ist in manchen Regionen Österreichs kalkhaltig, was die rote bis rosa Farbe unterstützt, während weicheres Wasser sie eher bläulich werden lässt. Als Schnittblume halten rote Hortensien mehrere Tage in der Vase; ein frischer Anschnitt und regelmäßiger Wasserwechsel helfen dabei.
Pflegehinweise
- Halbschatten und gleichmäßige Feuchte
- Alte Blütenstände über Winter stehen lassen
- Bei Staunässe Wurzelfäule vermeiden
- Verblühtes im Frühjahr oberhalb gesunder Knospen entfernen
Im Haushalt
Hortensien enthalten cyanogene Glykoside. Laut ASPCA ist die Pflanze für Hunde, Katzen und Pferde giftig. Für Menschen gilt: Pflanzenteile nicht essen oder rauchen. Bei Unsicherheit hilft die Vergiftungsinformationszentrale unter 01 406 43 43.