Ritterstern lautet der richtige Name
Im Handel heißt die Zwiebelblume Amaryllis, botanisch zählt sie zur Gattung Hippeastrum. Rund 80 Arten wachsen in Südamerika, in Regionen mit ausgeprägter Trockenzeit. Die Pflanzen im Handel sind überwiegend Hybriden. Die eigentliche Amaryllis ist eine andere, südafrikanische Art. Der Ritterstern gehört zu den Winterblühern, seine Blüte kann je nach Pflanzzeit von Oktober bis in den April dauern.
Von der Zwiebel zur Blüte
Greifen Sie zu einer festen, schweren Zwiebel: Je größer sie ist, desto mehr Stiele treibt sie. Sie kommt in einen kaum größeren Topf, ein Drittel bis die Hälfte ragt aus der Erde. Anfangs gießen Sie sparsam, mit dem Stielwachstum darf es mehr werden. Sechs bis acht Wochen nach dem Einsetzen öffnen sich die Blüten, für den Advent pflanzt man daher Mitte Oktober.
Ein Stab stützt den Stiel.
- Den Topf öfter drehen, damit der Stiel nicht schief wächst.
- Etwas kühler gestellt, blüht die Pflanze länger.
- Nicht über dem Heizkörper platzieren.
Das nächste Jahr vorbereiten
Nach dem Verblühen kürzen Sie den Stiel und lassen die Blätter stehen. Im Sommer, am besten auf dem Balkon, füllt die Zwiebel ihre Vorräte auf. Ab Spätsommer wird das Gießen eingestellt, nach einigen Wochen Ruhe treibt sie wieder aus.
Giftig für Mensch und Tier
Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide, darunter Lycorin, besonders die Zwiebel. Laut ASPCA lösen sie bei Hunden und Katzen Erbrechen, Durchfall und Speichelfluss aus. Hat ein Kind etwas gegessen, erreichen Sie in Österreich die Vergiftungsinformationszentrale in Wien unter 01 406 43 43 oder den Notruf 144.
Bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.