Rot kommt aus der Züchtung
Die Wildform der heimischen Waldrebe blüht cremeweiß. Rot ist das Ergebnis von Kreuzungen, die sich auf mehrere Gruppen verteilen. Mit der Auszeichnung der britischen Gartengesellschaft sind unter anderem diese Sorten bekannt:
- 'Niobe' in Rubinrot, früh blühend und großblumig
- 'Ernest Markham' in Karminrot, spät blühend
- 'Madame Julia Correvon', eine weinrote Viticella
- 'Kermesina', karminrot mit vielen kleinen Blüten
- 'Rouge Cardinal' in samtigem Rot, ebenfalls spät blühend
Der richtige Schnitt
Wichtig ist zu wissen, ob Ihre Sorte am alten oder am neuen Holz blüht. Spätblühende Sorten, etwa 'Rouge Cardinal' oder die Viticellas, werden im Februar bis über die untersten Knospenpaare zurückgeschnitten. 'Niobe' blüht früh und bekommt nur leichte Pflege. Kennen Sie die Sorte nicht, warten Sie das Frühjahr ab und entfernen erst dann Abgestorbenes.
Hintergrund und Standort
Rot braucht Kontrast. Vor einer weißen Hauswand, hellem Holz oder grauem Stein leuchtet es kräftig, vor dunkelrotem Ziegel oder immergrüner Hecke verschwindet es. Viticella-Sorten wachsen verlässlich und ranken sich gern durch Sträucher. Früh blühende Großblumige können an sehr heißen Stellen ausbleichen, Mittagsschatten schützt die Farbe.
Pflege und Sicherheit
Während der Wachstumszeit darf der Boden nicht austrocknen. Ein Mulchpolster hält den Fuß kühl. Eine Klematis ist mehrjährig und kommt am selben Platz Jahr für Jahr wieder. Der Saft enthält Protoanemonin. Frisst ein Hund oder eine Katze davon, drohen laut ASPCA starker Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall.
In Bergregionen ist wintertauglicher Schutz bei jungen Pflanzen sinnvoll.