Eine Zwiebelblume mit Duft
Die Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis) gehört zu den Spargelgewächsen und wächst ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum. Ihre dichten Blütentrauben sind das Ergebnis langer Züchtung, bei der vor allem die Niederlande eine Rolle spielten. Der Duft ist so stark, dass ein einziger Topf einen ganzen Raum erfüllt.
Wer empfindlich auf Gerüche reagiert, stellt ihn lieber in den Vorraum.
Im Beet und im Topf
Im Freien öffnen sich die Blüten in milden Lagen wie dem Burgenland oder dem Weinviertel oft schon im März, in Gebirgstälern erst im April. Die Zwiebeln kommen im Oktober oder November in die Erde, etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter tief, an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Staunässe vertragen sie nicht.
Spätfröste im April schaden den Blüten meist weniger als anhaltende Nässe den Zwiebeln.
Für die Wohnung kaufen Sie vorgetriebene Zwiebeln aus der Gärtnerei. Sie blühen oft schon in der Adventszeit, wenn Sie sie hell und kühl halten. In geheizten Räumen welken die Trauben rasch.
Nach der Blüte
- Verblühte Stiele abschneiden, das Laub aber stehen lassen.
- Die Zwiebel nach dem Verwelken des Laubs trocken lagern oder gleich im Herbst ins Beet setzen.
- Mit etwas Glück blüht sie im Garten im folgenden Frühling wieder, meist mit lockereren Trauben.
Vorsicht bei Zwiebeln
Alle Teile der Pflanze gelten als giftig, die Zwiebel am stärksten. Beim Pflanzen kann der Saft die Haut reizen, Handschuhe helfen. Nach der ASPCA ist die Hyazinthe für Hunde, Katzen und Pferde giftig. Bei einer Vergiftung bei Menschen erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien rund um die Uhr unter 01 406 43 43, im Notfall den Notruf 144.
Bei Tieren gilt: sofort die Tierarztpraxis anrufen.