Zwei Bauformen unter der Erde
Die Gattung Iris umfasst Schätzungen zufolge mehr als 200 Arten, alle auf der Nordhalbkugel. Der Name geht auf die griechische Göttin des Regenbogens zurück. Im Garten unterscheiden Sie zwei große Typen: Rhizom-Iris wie die Bart-Schwertlilie und Zwiebel-Iris, die trockene Sommer als Zwiebel überstehen.
Eine Besonderheit bleibt der Blütenaufbau mit drei aufrechten und drei hängenden Blütenblättern.
Heimische Arten
Zu den in Österreich vorkommenden Arten zählt unter anderem die Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila). Die Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) hat ihre Heimat in den Südalpen. Welche Wildpflanzen Sie pflücken dürfen, regeln die Bundesländer jeweils eigenständig, lassen Sie Wildformen deshalb in der Natur stehen.
Im Garten und in der Vase
- Bart-Schwertlilien brauchen volle Sonne und durchlässigen Boden, das Rhizom liegt flach.
- Sibirische Schwertlilien mögen es feuchter und vertragen Halbschatten.
- Schnittiris sollten beim Kauf bereits gefärbte Knospen tragen.
Gärtnerisch beginnt die Saison im Mai mit den ersten Blüten, bei Gebirgslagen verschiebt sie sich in den Juni.
Wer Iris im Garten teilen möchte, wartet bis nach der Blüte. Mit einem scharfen Spaten stechen Sie den Horst aus, schneiden die Blätter fächerförmig auf ein Drittel zurück und trennen die kräftigen Rhizomstücke mit Wurzeln ab. Frisch geteilte Stücke setzen Sie flach wieder ein, mit der Oberseite knapp über der Erde.
Bis zum Anwachsen halten Sie sie mäßig feucht.
Vorsicht: Giftpflanze
Laut ASPCA ist Iris für Hund, Katze und Pferd giftig. Gefährlich ist vor allem das Rhizom, es kann Speicheln, Erbrechen und Durchfall auslösen. Auch für Menschen gilt die Pflanze als giftig. Bei Verdacht auf Vergiftung erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien unter 01 406 43 43, den Notruf unter 144.