Uralte Blütenpflanzen
Die Gattung Magnolia umfasst über 350 Arten aus Ostasien und Amerika und ist nach dem französischen Botaniker Pierre Magnol benannt. Sie ist über 100 Millionen Jahre alt und stammt aus der Kreidezeit. Bestäubt werden Magnolien von Käfern, nicht von Bienen. Die Blüten stehen meist einzeln am Zweigende und öffnen sich bei vielen Arten, bevor die Blätter erscheinen.
Gartenmagnolien in Mitteleuropa
Am häufigsten pflanzt man die Tulpenmagnolie (Magnolia x soulangeana), die Sternmagnolie (Magnolia stellata) und die Purpurmagnolie (Magnolia liliiflora). Die immergrüne Großblütige Magnolie ist wärmeliebender und braucht in rauen Lagen Schutz.
Die Tulpenmagnolie entstand 1820 durch eine Kreuzung der chinesischen Yulan-Magnolie mit der Purpurmagnolie und wird bis zu neun Meter hoch. Ihre Blüten reichen je nach Sorte von Weiß über Rosa bis Violett und erscheinen im April bis Mai vor dem Laub. Gelegentlich blüht sie im Sommer ein zweites Mal.
Sie wächst am besten in frischem, leicht saurem Boden an einem sonnigen Platz und gilt in Mitteleuropa als ausreichend winterhart, nur späte Fröste schaden den frühen Blüten.
Spätfrost ist das Hauptrisiko
Weil die Blüte früh im Jahr kommt, treffen Kälteeinbrüche sie besonders hart. In Österreich sind das Weinviertel und das Burgenland milder, in Berglagen und Tälern wie dem Mühlviertel zahlt sich ein geschützter Platz an einer Hauswand aus. Frostbraune Blüten sind unschön, schaden dem Baum aber meist nicht dauerhaft.
Standort
Magnolien mögen sonnige bis halbschattige Plätze und tiefgründigen Boden ohne Staunässe. Sie wachsen langsam, werden aber sehr groß und sollten selten umgepflanzt werden.
Giftigkeit
Magnolien gelten als schwach giftig; der Wirkstoff Magnoflorin steckt vor allem in Rinde und Holz.