Laub vor Blüte
Die Gattung Heuchera umfasst etwa 37 Arten, die von Kanada bis Mexiko in Nordamerika wachsen. Es sind überwiegend immergrüne Stauden, die Blattrosetten bilden. Das Laub ist grün oder bei manchen Sorten bronze bis purpurn überhaucht. Die Blüten sind meist glockenförmig und erscheinen weiß, rosa oder rot an schlanken Stielen über dem Laub.
Der Name
Carl von Linné stellte die Gattung 1753 auf und benannte sie nach dem deutschen Arzt und Botaniker Johann Heinrich von Heucher. Im Handel stößt man auch auf Kreuzungen mit der Schaumblüte (Tiarella), die als Heucherella verkauft werden.
Im Garten wachsen Purpurglöckchen am besten in Gruppen und vertragen auch trockenere Phasen, wenn sie im Schatten stehen. Im Herbst sollten die Rosetten nicht von Falllaub erstickt werden. Wer die Pflanzen vermehren möchte, teilt die Wurzelstöcke im Frühjahr oder Herbst. Die Sortenvielfalt ist groß, von limettengrünem über bronzefarbenes bis zu fast schwarzem Laub, sodass sich Beete über das ganze Jahr farbig gestalten lassen.
Standort und Pflege
Halbschatten mit frischem, durchlässigem Boden ist ideal. Zu viel Mittagssonne bleicht die Blätter, zu viel Nässe im Winter lässt den Wurzelstock faulen. In den raueren Lagen Österreichs ist ein Laubmulch im Winter sinnvoll; die meisten Sorten sind aber frosthart. Alle paar Jahre hebt man die Pflanze aus, teilt sie und setzt den Wurzelstock wieder etwas tiefer.
Einsatz im Garten
Purpurglöckchen eignen sich für Beeteinfassungen, Steingärten und Pflanzgefäße. Das Laub bleibt auch im Winter dekorativ.
Haustiere
Heuchera sanguinea ist laut ASPCA für Hunde, Katzen und Pferde ungiftig.