Rot gibt es bei der Ringelblume nur als Anflug
Die Garten-Ringelblume blüht laut Beschreibung der Art gelb bis orangegelb. Ein reines Rot ist bei Calendula officinalis nicht bekannt. Wenn Gärtnereien von „roten“ Ringelblumen sprechen, meinen sie meist besonders kräftig orange Sorten, manche davon mit rötlich überlaufener Blütenunterseite. Wer ein echtes Rot sucht, wählt besser Tulpen, Mohn oder Zinnien.
Warum die Farbe so warm wirkt
Die intensive Färbung kommt von Carotinoiden, die in der Pflanze mit bis zu drei Prozent vorkommen. Einjährige Sommerblumen wie diese blühen von Juni bis in den Herbst und sind in Österreich fester Bestandteil vieler Bauerngärten. Das kräftige Orange passt gut zu blauer Kornblume oder zu Dahlien im Spätsommer.
Tipps für Garten und Vase
- Säen Sie nach den Eisheiligen direkt ins Beet; ein sonniger Platz fördert die Blüte.
- Entfernen Sie Verblühtes, damit die Pflanze neue Köpfchen bildet.
- Die Blüten halten als Schnittblume etwa fünf bis acht Tage.
- Pflücken Sie nur Blüten, die Sie nicht gespritzt haben, wenn Sie die Blütenblätter essen möchten.
Ein Blick auf die Sortenvielfalt
Gärtnereien führen einfache und gefüllte Sorten, niedrige Beetformen und höhere Schnittsorten. Die Blütengröße liegt bei bis zu vier Zentimetern. Beim Einkauf lohnt ein Blick aufs Etikett: Wer eine Farbe wie Orange oder Aprikot möchte, findet sie dort, wer Rot sucht, wird bei Ringelblumen selten fündig.
Die Blüten wachsen auch in kühleren Sommern zuverlässig.
Allergien und Tiere
Menschen mit einer Allergie gegen Korbblütler sollten Ringelblumen nur mit Vorsicht handhaben. Die ASPCA führt die Pflanze nicht als giftig für Hunde und Katzen. Bei Beschwerden fragen Sie die Tierarztpraxis, bei Menschen die VIZ Wien unter 01 406 43 43.