Blüte unter Schnee
Das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) ist eine der frühesten Blumen im Jahr. Je nach Region und Winter beginnt die Blüte im Jänner, meist aber im Februar, und reicht bis in den März. Der botanische Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet Milchblume. Jeder Stiel trägt eine nickende, weiße Blüte mit drei langen äußeren und drei kürzeren inneren Blütenblättern, die innen ein grünes Zeichen tragen.
Die Pflanze wird nur zehn bis zwanzig Zentimeter hoch.
Wildbestände schonen
Schneeglöckchen wachsen in Auwäldern und Laubwäldern. Naturschutz ist in Österreich Landessache, deshalb gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regeln. Grundsätzlich sollten Sie weder Zwiebeln ausgraben noch Blüten in der freien Natur pflücken. Der Handel mit wildgesammelten Zwiebeln ist international nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen geregelt.
Kaufen Sie darum nur Nachzuchten aus der Gärtnerei.
Im Garten
- Am besten unter Laubgehölzen, wo der Boden im Sommer nicht völlig trocken wird.
- Zwiebeln möglichst bald nach dem Kauf pflanzen, sie trocknen leicht aus.
- Nach der Blüte das Laub vergilben lassen.
- Dichte Horste im grünen Zustand nach der Blüte teilen.
Im Lauf der Jahre bilden sich so ganze Teppiche.
Giftig, aber medizinisch bedeutsam
Alle Teile, besonders die Zwiebeln, enthalten Alkaloide. Aus Galanthus-Arten wird der Wirkstoff Galantamin gewonnen, der in Arzneimitteln bei Alzheimer eingesetzt wird. Anzeichen einer Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei Vergiftungsverdacht bei Menschen erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43, im Notfall den Notruf 144.
Für Tiere ist die Tierarztpraxis die richtige Adresse.