Eine Mutation macht rot
Von Natur aus ist die Sonnenblume gelb. Die roten Formen entstanden aus einer Mutation, die Züchter über viele Generationen fixiert haben. Gefärbt wird also nichts. Eine rote Sonnenblume ist keine eigene Art, sondern eine Sorte der Gewöhnlichen Sonnenblume. Die Farbpalette reicht von Kupfer und Rost über Weinrot bis fast Braun, einige Sorten tragen zusätzlich gelbe Spitzen.
Welche Typen es gibt
Dunkel weinrote Sorten wirken ruhig und edel. Zweifarbige Pflanzen mit rotem Innenkreis und goldenem Rand sind lebhafter. Für die Vase sind pollenfreie Sorten praktisch, weil sie keinen Staub auf Tisch und Decke streuen.
Anbau
Rote Sonnenblumen wachsen wie gelbe. Setzen Sie die Pflanzen an einen sonnigen Platz, sobald Spätfrost nicht mehr zu erwarten ist, in Österreich meist ab Mitte Mai. Hohe Sorten sollten Sie in windigen Lagen stützen. Wer die Blüte in den Herbst verlängern möchte, sät in Abständen von zwei bis drei Wochen.
Herbststrauß und Tischschmuck
Im Spätsommer und Herbst passen rote Sonnenblumen zu Sträußen, zu Erntedankfesten und als Dankeschön. Orangefarbene Rosen, Getreideähren und Trockenblumen bringen die warmen Töne zur Geltung. Weil Dunkelrot weniger fröhlich wirkt als Gelb, eignet es sich für Geburtstage Erwachsener. Ein großer Krug mit wenigen Stielen und Ähren ersetzt eine Tischdekoration.
In der Vase und mit Tieren
Weil die Blüten schwer sind, braucht die Vase festen Stand. Wechseln Sie das Wasser alle zwei Tage und spülen Sie das Gefäß aus. Nach Angaben der ASPCA vertragen Katzen, Hunde und Pferde Sonnenblumen, ohne zu erkranken.