Die Farbe der Wildform
Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist in Mexiko ein Strauch mit leuchtend roten Hochblättern. Alle anderen Farben sind Zuchtformen. Seine Verbindung mit Weihnachten geht auf Mexiko zurück, wo die Pflanze Nochebuena genannt wird, Heilige Nacht. Joel Poinsett, der erste Gesandte der USA in Mexiko, brachte sie im 19.
Jahrhundert in die Vereinigten Staaten, und daher stammt der englische Name Poinsettia.
Warum sie rot werden
Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagspflanze. Die Hochblätter färben sich erst, wenn die Pflanze mehrere Wochen lang jeden Tag lange Dunkelheit erlebt. Gärtnereien steuern das so, dass die Pflanzen rechtzeitig vor Allerheiligen und Advent Farbe zeigen. Im Wohnraum gibt es störendes Licht, etwa Straßenlaternen oder Lampen, das die Färbung im nächsten Jahr verzögern kann.
Nach dem Fest
- Im Februar oder März verwelkte Hochblätter und Triebe zurückschneiden.
- Im Frühjahr umtopfen und im Sommer hell und warm stehen lassen, auch auf dem Balkon, sobald es sicher frostfrei ist.
- Ab Oktober abends abdunkeln, damit sich die Hochblätter neu färben.
Das gelingt nicht jedem im ersten Versuch, lohnt sich aber für alle, die gern selbst gärtnern.
Sicherheit im Haushalt
Der weiße Milchsaft reizt die Haut. Die ASPCA nennt den Weihnachtsstern giftig für Hunde, Katzen und Pferde, mit Reizung im Mund und gelegentlichem Erbrechen. Bei einem Verdacht auf Vergiftung bei Menschen erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale unter 01 406 43 43, im Notfall den Notruf 144.