Das Buschwindröschen im Laubwald
Die häufigste weiße Anemone in Österreich ist das Buschwindröschen, das vom Flachland bis in etwa 2000 Meter Höhe wächst. Sechs bis acht weiße Blütenblätter, außen oft zart rosa angehaucht, öffnen sich im März und April, noch bevor die Bäume Blätter tragen. Die Pflanze breitet sich über ein kriechendes Rhizom aus und mag ungestörte, humose Erde.
Graben Sie sie in der Natur nicht aus.
'The Bride' für den Strauß
Im Blumengeschäft begegnet Ihnen die weiße Kronen-Anemone, häufig als Sorte 'The Bride'. Reinweiße Blütenblätter und die dunkle Mitte ergeben einen starken Kontrast. Zu Erstkommunion oder Firmung im Frühjahr passen sie gut zu grünen Zweigen und weißen Ranunkeln.
Herbstanemone 'Honorine Jobert'
Im Garten blüht die weiße Herbstanemone im Spätsommer und Herbst. Sie wird höher als die Frühjahrsblüher und kommt mit Halbschatten zurecht.
- Humoser, mäßig feuchter Boden.
- Im ersten Winter eine leichte Laubschicht.
- Im Frühjahr teilen, wenn der Horst zu groß wird.
Name und Symbolik
Der Name geht auf ein griechisches Wort für Wind zurück, denn das Windröschen bewegt sich schon im sanften Luftzug. Weiß steht bei Anemonen traditionell für Bescheidenheit. Als Grabschmuck zu Allerheiligen sind sie weniger üblich als Chrysanthemen und Heide.
Scharfer Pflanzensaft
Auch weiße Formen enthalten Protoanemonin, das Haut und Schleimhaut reizt. Wer empfindliche Haut hat, trägt beim Schneiden Handschuhe, und Kinder sollten keine Blüten in den Mund nehmen. Die Vergiftungsinformationszentrale Wien ist unter 01 406 43 43 durchgehend erreichbar. Haustiere sollten nicht an der Vase knabbern.