Von der Wildform zur Gartensorte
Die wilde Waldrebe (Clematis vitalba) blüht in Cremeweiß und ist damit selbst eine weiße Klematis. Sie wächst aber kräftig und passt eher an einen Zaun oder in eine wilde Hecke. Für den Hausgarten stehen großblumige Hybriden zur Wahl. Das Weiß entsteht bei Klematis aus den Kelchblättern, echte Blütenblätter fehlen meist.
Bewährte weiße Sorten
- 'Huldine' blüht spät und trägt perlweiße Blüten.
- 'Marie Boisselot' blüht früh mit sehr großen Blüten.
- 'Arctic Queen' ist eine großblumige Frühblüherin.
- 'Mme Le Coultre' wird als reinweiß beschrieben.
Prüfen Sie beim Kauf stets die Schnittgruppe. 'Huldine' blüht am neuen Trieb und wird im Februar bis über die untersten kräftigen Knospen zurückgeschnitten. Frühblühende Sorten dürfen Sie nur leicht einkürzen.
Wo Weiß wirkt
Eine weiße Klematis leuchtet in der Dämmerung und ist ein guter Begleiter für die Terrasse, an der Sie abends sitzen. Besonders schön wirkt sie vor einer dunklen Eibenhecke oder einem Holzzaun. Lassen Sie sie ruhig durch eine Kletterrose ranken, das verlängert die Blütezeit. Ein großer Kübel mit Rankhilfe genügt ebenfalls, wenn das Substrat feucht bleibt.
An Bauernhaus-Spalieren in Österreich ist sie ein klassischer Anblick.
Wasser, Frost und Vorsicht
Klematis ist durstig, vor allem an heißen Tagen im Weinviertel und Burgenland. Mulchen Sie den Wurzelbereich. Jungpflanzen brauchen im ersten Winter in rauen Lagen einen Schutz am Fuß. Beim Schneiden gelangt Pflanzensaft auf die Haut und kann sie reizen. Die ASPCA zählt Klematis zu den Giftpflanzen für Haustiere.
Tragen Sie daher Handschuhe und entsorgen Sie Schnittgut außer Reichweite von Tieren.