Eine Farbvariante
Weißblühende Pflanzen kommen bei Digitalis purpurea vor und werden in der Gärtnerei als eigene Auslese angeboten, oft unter der Bezeichnung Alba. Sie ähneln der roten Form in Wuchs und Ansprüchen, die Blüten sind jedoch reinweiß oder cremeweiß. Innen sind sie häufig leicht gefleckt, meist in Gelb oder Braun.
Gemeint ist dieselbe Art, es handelt sich nicht um eine ungiftige Verwandte.
Wirkung im Garten
Weiße Fingerhut-Trauben leuchten in Halbschatten und am Rand von Gehölzen. Im Juni und Juli stehen sie wie helle Kerzen im Beet. Gut passen blaue Rittersporne, Frauenmantel und Farne. Weil der Fingerhut zweijährig ist, pflanzen Sie jedes Jahr nach, damit immer ein Jahrgang blüht.
Anbau
- Aussaat ab Frühsommer auf die Erde, nicht abdecken.
- Halbschatten und frischer Boden.
- Samenstände vor der Reife abschneiden, wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist.
- Beim Arbeiten Handschuhe tragen.
Bei der Standortwahl bedenken Sie bitte Ihre Umgebung: In Gärten mit Weidetieren oder spielenden Kindern sollte der Fingerhut nicht an leicht zugänglichen Stellen stehen. Hinten im Beet oder am Rand des Gehölzes ist er am besten aufgehoben.
Genauso giftig
Auch die weißen Pflanzen enthalten Herzglykoside. Nach der ASPCA gilt der Fingerhut für Hunde, Katzen und Pferde als giftig, mit Herzrhythmusstörungen, Erbrechen und Schwäche. Weiße Blüten sind kein Zeichen für mildere Wirkung. Wer eine Vergiftung vermutet, ruft sofort die Vergiftungsinformationszentrale unter 01 406 43 43 an.
Bei Atemnot oder Bewusstlosigkeit gilt der Notruf 144; ein betroffenes Tier gehört umgehend zur Tierärztin oder zum Tierarzt.