Herkunft und Wuchs
Botanisch heißt das Schleierkraut Rispiges Gipskraut. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mittel-, Ost- und Südosteuropa bis nach Westsibirien und in die Mongolei. Als ausdauernde Pflanze wächst es 50 bis 90 Zentimeter hoch. Die dicke, rübenartige Wurzel reicht bis zu 2,4 Meter in die Tiefe, ältere Pflanzen lassen sich daher kaum umsetzen.
Von Juni bis September erscheinen winzige Blüten, überwiegend weiß. Die Wurzeln enthalten Saponine und dienten früher als Seifenersatz.
Als Gartenpflanze mag Schleierkraut durchlässigen, kalkhaltigen Boden in voller Sonne. Es verträgt Trockenheit und leidet unter Staunässe, was zu seinem Ursprung in trockenen Steppen passt. Wer es im Beet zieht, kann es nach der Blüte zurückschneiden, damit es nicht überall aussamt.
Im Strauß und als Trockenblume
Floristen verwenden Schleierkraut als Füllung zwischen größeren Blumen. In Österreich ist es ein fester Bestandteil von Brautsträußen und Gestecken. Besonders beliebt ist es getrocknet: Hängen Sie ein kleines Bund kopfüber an einen trockenen, dunklen Ort. Getrocknet hält es Monate und passt zu Adventkranz und Allerheiligengesteck.
Frisch halten
- Stiele schräg anschneiden und in sauberes Wasser stellen.
- Das Wasser oft wechseln, der Duft wird sonst unangenehm.
- Frisches Schleierkraut hält in der Vase ein bis zwei Wochen.
- Entfernen Sie Blätter unter der Wasserlinie.
Haut und Haustiere
Bei empfindlicher Haut kann Schleierkraut Kontaktekzeme hervorrufen, Handschuhe beim Binden größerer Mengen sind daher ratsam. Für Haustiere nennt die ASPCA bei dem nah verwandten Gypsophila elegans leichte Magen-Darm-Beschwerden, falls sie davon fressen.