Eine Kletterblume mit Namen nach ihrem Duft
Die Duftende Platterbse, wie die Duftwicke botanisch heißt, wächst wild in Süditalien und Nordwestafrika. In europäischen Gärten ist sie seit dem frühen 18. Jahrhundert belegt, Carl von Linné beschrieb die Art 1753. Die einjährige Pflanze klettert mit Ranken und erreicht je nach Sorte 80 bis 160 Zentimeter.
Die Blüten stehen zu zwei bis sieben in Trauben und duften stark, der Name sagt es schon. Das klassische Sortiment umfasst Violett, Rosa, Blau, Weiß und mehrfarbige Mischungen.
Aussaat und Standort
Duftwicken gelten als Frühaussaat: Viele Gärtnerinnen und Gärtner säen sie im März oder April, sobald der Boden bearbeitbar ist. Das gelingt auch im Weinviertel und im Burgenland früher als im Gebirge, wo die Böden länger kalt bleiben.
- Wählen Sie einen sonnigen Platz mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden.
- Stellen Sie ein Rankgitter, ein Netz oder Reisig bereit, bevor die Triebe zu klettern beginnen.
- Gießen Sie bei Trockenheit durchdringend, aber ohne Staunässe.
- Die Blüte beginnt im Juni und reicht bis in den September.
Pflücken verlängert die Blüte
Wer regelmäßig schneidet, bekommt laufend neue Stiele. Bleiben Verblühtes und Samenhülsen an der Pflanze, stellt sie das Blühen allmählich ein. Ein kleiner Strauß vom Bauerngarten oder vom Markt ist im Sommer ein duftender Gruß, hält in der Vase aber nur wenige Tage.
Samen und Hülsen sind nicht für den Verzehr
Die Hülsen sehen aus wie kleine Erbsenschoten, der Samen enthält jedoch einen Stoff, der das Enzym Lysyloxidase hemmt und die Kollagenbildung stört. Größere Mengen können Lathyrismus auslösen. Bewahren Sie Samen kindersicher auf. Bei Verdacht erreichen Sie in Österreich die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43, bei Tieren die Tierarztpraxis.