Die Mitte entscheidet
Gärtner nennen die Mitte der Rittersporn-Blüte das Auge. Beim blauen Rittersporn fällt es kaum auf, bei weißen Sorten prägt es den ganzen Charakter. Ein schwarzes oder braunes Auge sorgt für Kontrast, ein weißes ergibt eine geschlossene, ruhige Kerze. Die Stammform der hohen Gartenrittersporne blüht blau bis violett, weiße Pflanzen sind also Züchtungen.
Sorten mit britischer Auszeichnung
Die Royal Horticultural Society hat mehrere weiße Sorten prämiert. 'Atholl' trägt ein braunes Auge, 'Elizabeth Cook' ist durch und durch weiß, und auch 'Elisabeth Sahin' steht auf der Liste. Die Auszeichnung bekommen Pflanzen, die in gewöhnlichen Gärten verlässlich wachsen.
Hohe Kerzen für Feste im Sommer
Rittersporn blüht im Juni und Juli und passt damit zu Sommerhochzeiten und Gartenfesten, etwa im Hof eines Heurigen. Gemeinsam mit weißen Rosen, Pfingstrosen und Laub entstehen große Arrangements. Eine hohe, schwere Vase verhindert, dass der Strauß kippt. Zupfen Sie Welkes täglich ab, denn auf Weiß fällt jedes braune Blütenblatt auf.
Im Garten gedeihen die Stauden in der Sonne, auf tiefem, durchlässigem und nährstoffreichem Boden. Binden Sie die Triebe früh an, damit Sommergewitter sie nicht umlegen. In Lagen mit Spätfrost sollten Sie erst pflanzen, wenn die Eisheiligen vorüber sind.
Giftig wie die blauen Verwandten
Weißer Rittersporn enthält die gleichen Alkaloide wie die blauen Sorten. Die ASPCA führt die Gattung als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Stellen Sie Sträuße außer Reichweite. Der Notruf 144 hilft bei schweren Symptomen, Auskunft gibt die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43, durchgehend erreichbar.
Tiere sollten Sie der Tierarztpraxis vorstellen.