Eine Kletterpflanze mit Abendduft
Das Echte oder Garten-Geißblatt (Lonicera caprifolium) gehört zu den bekanntesten Arten der Gattung. Seine trichterförmigen, gelblichweißen Blüten sind oft rötlich überlaufen und erscheinen von Mai bis Juli. Der starke Duft entfaltet sich am Abend, wenn Nachtfalter unterwegs sind. Ohne Stütze bleibt die Pflanze bei etwa zwei Metern, mit Kletterhilfe erreicht sie nach Angaben der Wikipedia sechs bis zehn Meter.
Gattung und Verwandte
Zur Gattung Lonicera gehören Kletterer und Sträucher. In Österreich wachsen auch heimische Heckenkirschen wie die Rote Heckenkirsche, deren rote Beeren oft im Wald auffallen. Wer Geißblatt für den Garten sucht, sollte daher auf den Artnamen achten: Manche Arten klettern, andere bleiben buschig.
Standort und Pflege
- Oben sonnig bis halbschattig, am Fuß kühl und beschattet.
- Rankgitter, Draht oder Pergola als Halt anbieten.
- Nach der Blüte auslichten, damit die Pflanze nicht verkahlt.
- Als Topfpflanze braucht sie viel Wasser an heißen Tagen.
Als Schnittblume spielt Geißblatt kaum eine Rolle, weil die Blüten kurzlebig sind.
Wer ein Geißblatt kaufen möchte, findet in Gärtnereien Sorten mit unterschiedlicher Blütenfarbe und Duftstärke. Fragen Sie nach, ob die Pflanze kletternd oder strauchartig wächst, und wählen Sie den Platz entsprechend. Gartenformen sind bei guter Pflege langlebig. In kalten Wintern gefrieren mitunter die Triebspitzen zurück, was dem Strauch jedoch selten schadet; ein Rückschnitt im Frühjahr genügt meist.
Beeren und Vergiftungen
Die erbsengroßen Beeren, die im Spätsommer rötlich reifen, gelten als schwach giftig. Bei Verdacht auf Verzehr größerer Mengen ruft man die Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) in Wien unter 01 406 43 43 an, die rund um die Uhr erreichbar ist; bei Beschwerden den Notruf 144. Bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.