Vom Nägelchen zur Nelke
Der Name Nelke geht auf das mittelhochdeutsche Wort für Nägelchen zurück. Gemeint war ursprünglich die Gewürznelke, deren getrocknete Knospen wie kleine Nägel aussehen. Die Blume erhielt den Namen wegen ihres ähnlichen Dufts, obwohl beide botanisch nichts miteinander zu tun haben. Dianthus caryophyllus, die Gartennelke, hat ihre Heimat wohl rund ums Mittelmeer und gehört zur großen Gattung Dianthus mit etwa 300 Arten, die vor allem in Europa und Asien wachsen.
Auch in den Bergen zu Hause
Zur Gattung zählen auch Wildarten. Die Alpen-Nelke (Dianthus alpinus) wächst in den nordöstlichen Kalkalpen und trägt große rosa Blüten auf kurzen Stielen. Wildwachsende Nelken lässt man am Standort, Pflücken gehört sich nicht. Im Garten sind Bartnelke und Federnelke dagegen unkomplizierte Dauergäste.
Im Strauß
Bei den Schnittnelken gibt es zwei Typen: Standardnelken mit einzelner großer Blüte und Strauchnelken mit Büscheln kleiner Blüten. Beide sind robust und vertragen auch längere Wege vom Bauernmarkt oder von der Gärtnerei nach Hause.
- Ein frischer, schräger Schnitt öffnet die Leitbahnen.
- Blätter unter der Wasserlinie entfernen.
- Wasser alle paar Tage wechseln und Schnittblumenfutter zufügen.
- Abstand zur Obstschale halten, denn reifes Obst gibt Ethylen ab, das Nelken schneller altern lässt.
So halten sie meist ein bis zwei Wochen.
Im Garten gedeihen Nelken an sonnigen, durchlässigen Plätzen mit kalkhaltigem Boden. Feuchte, schwere Erde verträgt keine Art gut. Wer in einer Gebirgslage wohnt, setzt auf winterharte Polster- und Steingartennelken, die auch kalte Winter und Spätfröste überstehen.
Wenn Tiere mitwohnen
Nach Einstufung der ASPCA wirkt die Nelke auf Hunde, Katzen und Pferde mild giftig: leichte Magenprobleme, manchmal Hautreizungen. Die Tierärztin oder der Tierarzt hilft bei Auffälligkeiten.