Eine Gattung mit weitem Verbreitungsgebiet
Die Gattung Crocus zählt rund 235 Arten und wächst von Südwesteuropa über den Balkan und Kleinasien bis nach Westchina, meist dort, wo die Winter kalt und feucht, die Sommer warm und trocken sind. Etwa 30 Arten werden gärtnerisch genutzt. Am bekanntesten ist der Safran-Krokus, aus dessen Narben das Gewürz gewonnen wird.
In den Alpen blüht außerdem der heimische Voralpen-Krokus (Crocus albiflorus), der nach der Schneeschmelze Almwiesen weiß und violett färbt.
Krokusse im Garten
Der Frühlings-Krokus ist am verbreitetsten. Arten wie Crocus tommasinianus verwildern im Rasen und bilden mit den Jahren dichte Teppiche. Wegen der kurzen Blütezeit pflanzen Sie die Knollen in Gruppen von zwanzig oder mehr. Stecken Sie die Knollen im September oder Oktober etwa acht Zentimeter tief in durchlässigen Boden an einen sonnigen Platz.
Staunässe lässt sie faulen. Mähen Sie Rasenflächen erst, wenn das Laub vergilbt ist.
Krokus oder Herbstzeitlose
Herbstblühende Krokusse können mit der Herbstzeitlosen (Colchicum) verwechselt werden. Der Krokus hat drei Staubblätter, die Herbstzeitlose sechs, und sie ist stark giftig. Auf Wiesen und Almen sollten Sie unbekannte Zwiebelpflanzen weder pflücken noch essen.
Wenn etwas passiert ist
Bei Verdacht auf Vergiftung berät die Vergiftungsinformationszentrale in Wien (01 406 43 43) rund um die Uhr, bei Beschwerden gilt der Notruf 144. Bei Tieren ist die Tierärztin oder der Tierarzt die richtige Stelle. Die ASPCA weist darauf hin, dass der Verzehr jeder Pflanze bei Hund und Katze Magen-Darm-Beschwerden auslösen kann.